Beweggründe
Mibeg-Institut
Kursinhalt
Finanzielle Förderung
Fazit
Beweggründe„Wohin, wohin...“ – so beginnt eine berühmte Arie aus „Eugen Onegin“. In einer ähnlichen Situation befinden sich jetzt mehrere deutsche Ärztinnen und Ärzte, und sie haben in ihrer Wahl zwei klassische Möglichkeiten. Über dem ersten, dem traditionellen Weg der ärztlichen Tätigkeit, hängt ein Schatten des Wortes „Unzufriedenheit“.
Dann erscheint ein moderner und aktueller, in vielem unbekannter Weg – die sogenannten alternativen Berufsfelder für Mediziner: Verwaltung, Consulting, Lehrtätigkeit, Medizininformatik, Industrie u.a. Zurzeit beträgt ihr Marktanteil 10-15% (Stellenangebote und eingesetzte Ärzte). Um diesen Weg zu beginnen, muss der Arzt Gewohntes aufgeben und auch in bestimmten Maße Willen und Mut des Bahnbrechers haben. Die Fähigkeit, über den Tellerrand zu blicken, ist dabei unabdingbar. Sicherlich, man muss sich für neue Tätigkeiten noch viel aneignen. Die Perspektiven dieses Weges sind dafür umfangreich und vielversprechend.
Ich persönlich habe meine Entscheidung für die Alternative relativ leicht getroffen. Im klinischen Bereich fühle ich für mich nur beschränkte Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Entfaltung. Nicht kurative Felder brechen dagegen diese Schranken. Mibeg-InstitutIch hatte Glück. An meinem Wohnort Köln bot das mibeg-Institut eine Fortbildung für Mediziner zum Thema „Health Care Manager/in“ an. Das Programm schien mir äußerst und eindeutig passend. Es beinhaltete viele notwendige und bislang unbekannte Fächer für breite spätere Einsatzmöglichkeiten. Und ich habe mich glücklicherweise in meinen Erwartungen nicht getäuscht.
Das mibeg-Institut Medizin, Köln, führt seit mehr als zehn Jahren verschiedene Fortbildungsmaßnahmen in kurativen und nicht kurativen Tätigkeitsfeldern in enger Kooperation mit Landesärztekammern durch. Damit eröffnen sich neue und innovative Berufschancen, vor allem für Mediziner. Jährlich werden ca. 4.500 meiner Kolleginnen und Kollegen bundesweit weitergebildet. Viele von ihnen finden danach neue, alternative Arbeitsplätze mit Perspektive.
Das Seminar „Health Care Manager/in“ wendet sich nicht nur an Mediziner, sondern auch an Ökonomen, Sozialwissenschaftler und Juristen. Das ist ein Zeichen des breiten Herangehens zum Kursprogramm. Die Fortbildungskonzeption wurde in Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein bundesweit erstmalig als Projekt entwickelt und wird seit 1993 erfolgreich und kontinuierlich realisiert. Zahlreiche namhafte Referenten und die enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Gesundheitswesens gewährleisten Euch breite aktuelle theoretische und praktische Kenntnisse und bereiten Euch gründlich auf künftige Aufgaben vor. Der Untertitel wirkt besonders beflügelnd: „zur Qualifizierung für leitende Positionen im Gesundheitswesen“! Interdisziplinär – das ist ein Kernwort dieses Kurses.
Bei erfolgreichem Abschluss der Theorie- und Praxisphase erhält man ein gemeinsames Zertifikat des mibeg-Institutes und der Ärztekammer Nordrhein. Aber dafür muss man sich ein bisschen bemühen: aktiv am Unterricht beteiligen, Teilklausuren in den Fachgebieten und auch das Abschlusskolloquium erfolgreich bestehen, Referate schreiben und präsentieren und ein positiv bewertetes Praktikum ableisten. Das ist eine echte und gleichzeitig den Kräften angemessene Herausforderung. KursinhaltDer Kursinhalt sucht seinesgleichen. Die meisten Fächer und Aspekte sind unseren Ärzten tatsächlich unbekannt und gleichzeitig sehr wichtig bei der Arbeit und im Leben. Das Programm ist vielseitig, seine Kernpunkte sind aber BWL, Krankenhausmanagement und Gesundheitsstruktur und -Politik. Am wichtigsten ist: die Teilnehmer bekommen eine interdisziplinäre Management-Kompetenz.
Wer keine oder nur oberflächliche Ahnung von Ökonomie hat (wie die meisten Mediziner offen gesagt), kommt mit diesem Kurs auf seine Kosten. Im mibeg-Institut unterrichteten uns junge und engagierte Spezialisten der Kölner Universität sehr verständlich in Punkten wie BWL, Marketing und Management, Kostenrechnung, Budget, Erträge und Aufwände. Angesehene Krankenhausleiter vertieften dies in Richtung Gesundheitswesen. Berühmte Kurven mit fixen und variablen Kosten, Budget, Gewinn und Verlust wussten wir danach fast auswendig.
Der tiefe Inhalt der für uns neuen Begriffe Gesundheitsökonomie, Medizincontrolling, Qualitätsmanagement und Informationsmanagement ist den Teilnehmern jetzt gut bekannt. Angenehme Exkursionen gaben uns auch praktische Einblicke in den Krankenhausbetrieb.
Aufbau und Struktur des Gesundheitswesens schienen uns längst bekannt. Aber wie viel Neues haben wir immerhin über berühmte Säulen des deutschen Gesundheitswesens, Verbände und Organisationen, Sozialversicherung und Public Health kennen gelernt. Gesundheitspolitische Fragen und neue Gesetze waren einige der Schwerpunkte.
Rechtsgrundlagen (SGB, Verträge und Gerichte, Gesetze und Reformen u.v.m.) haben wir uns auch gut eingeprägt. Unser Referent in diesem Bereich war besonders kreativ. Gesundheitssoziologie, Projektmanagement und Evidenz basierte Medizin ergänzten das umfangreiche Angebot. Für mich persönlich war z.B. der Bereich Unternehmensberatung eine vielversprechende Entdeckung.
Bemerkenswert und attraktiv im Kursinhalt sind Fächer, die jeder von uns heute im beliebigen Arbeitsbereich und auch im täglichen Leben unbedingt benötigt: Bewerbungstraining, EDV, Kommunikations- und Präsentationstechniken. Ein Referat, das jeder Teilnehmer dieses Kurses schreiben soll, ist mit anspruchsvoller Projekt- oder Forschungsarbeit zu vergleichen. Und eine selbständige Präsentation vor dem Publikum ist wirklich ein unvergleichbares Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung.
Großes Lob verdienen unsere Referenten, anerkannte Spezialisten auf ihren Gebieten, die den Unterricht spannend und interaktiv gestalteten, und keineswegs langweilig (selbst bei trockenen und schwierigen Themen). Sie erregten geradezu den Wunsch, morgens zum Unterricht zu kommen. Das Abschlusskolloquium schließlich erinnerte an keine schulische Prüfung, sondern an eine ausgesuchte Unterhaltung mit einem klugen Gesprächspartner.
Das Kennzeichen einer guten Fortbildung ist ein mit eingeschlossenes Praktikum, das in unserem Fall sechs Monate dauert. Mibeg ist gut bekannt und genießt Autorität im deutschen Gesundheitswesen. Es fällt deshalb mibeg-Teilnehmern nicht schwer, eine Praktikumsstelle zu finden. Selbstredend, wer das will und aktiv sucht. Ich selbst absolviere mein Praktikum im Bereich Unternehmensberatung im Gesundheitswesen und finde diese „betriebsnahen“ sechs Monate äußerst spannend und nützlich.
Praktikums- und künftige Arbeitsmöglichkeiten sind sehr breit: Behörden und Krankenhausverwaltung, Krankenversicherung und Unternehmensberatung, Medizincontrolling und Qualitätsmanagement, Verbände und Organisationen, Informationsmanagement und vieles mehr. Finanzielle FörderungDie angenehmste Nuance – es besteht eine gute Möglichkeit (sicherlich, bei entsprechenden individuellen Voraussetzungen) einer 100%-Förderung durch das Arbeitsamt und dies weil bislang bis zu 90% der Teilnehmer von mibeg-Seminaren sich dadurch eine interessante Berufsperspektive im Gesundheitswesen aufbauen konnten. FazitIn einem Wort, wer als Mediziner über alternative Berufsfelder nachdenkt und dazu gut, breit gefächert und relativ schnell vorbereitet sein möchte – das Seminar „Health Care Manager/in“ im mibeg-Institut ist genau das Richtige. Mitarbeiter von Mibeg stehen Euch immer gerne zur Verfügung und freuen sich auf die nützliche und kreative Zusammenarbeit:
Mibeg-Institut Medizin
Dipl.-Biol. Karen Heidemann
Sachsenring 37-39
50677 Köln
Tel.: 0221/33 60 46 -15/ -10
Fax: 0221/33 60 46 –66
e-mail: Siehe Weiterführende Links...
Klar, es gibt viele andere gute Fortbildungsmöglichkeiten für Mediziner in alternativen Bereichen, u.a. in demselben mibeg-Institut. Ich wünsche Euch bei allen Vorhaben viel Glück und viel Spaß.
M., O.
Köln, Juli 2003 |