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Hämatologie, Klinicki Centar Novi Sad, Novi Sad, Serbien
(Sehr lehrreiche Zeit aufgrund sehr guter Betreuung, 03.03. - 02.04.2006)

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Motivation
Bewerbung
Vorbereitungen
Meine Famulatur
Land und Leute
Fazit

Motivation

Ich hatte mich für eine Famulatur in Novi Sad wegen meiner Herkunft und dem Interesse an einem anderen Gesundheitssystem entschieden. Ich wurde in Novi Sad geboren, bin aber in Deutschland groß geworden und studiere nun seit drei Jahren in Freiburg Medizin. Meine Pflegedienstpraktika habe ich alle in Deutschland absolviert und wollte nun für meine erste Famulatur eine andere Umgebung sehen.

Obwohl ich in Novi Sad geboren bin, Serbisch spreche und ab und zu dort hinreise, hatte ich mir die Frage gestellt, wie es wäre, dort für einen Monat zu leben und zu „arbeiten“. Man nimmt eine Umgebung ganz anders wahr, wenn man über vier Wochen einem geregelten Tagesablauf mit Verpflichtungen nachgeht und nicht nur für kurze Zeit zu Besuch ist. Es hat mich interessiert zu sehen, ob ich in dieser Mentalität und Kultur zurecht kommen könnte.

Ich hatte mich für Novi Sad entschieden, weil es heute die zweitgrößte Stadt in Serbien ist und eine sehr große Universitätsklinik besitzt. Zu sehen, wie das Thema Krankheit in einer anderen Mentalität und Kultur wahrgenommen wird, war für mich ein weiterer Beweggrund, in Serbien zu famulieren. Der Umgang mit gesundheitlichen Problemen ist doch sehr stark abhängig von der Umgebung, in der man aufwächst. In unserer Gesellschaft ist es meiner Erfahrung nach nicht üblich, über seine Krankheiten offen zu sprechen und die Frage „Wie geht es Dir?“ wird als Floskel verstanden, auf die eigentlich immer die Antwort „ganz gut“ folgt. Dagegen ist es in Serbien ganz üblich, auf diese Frage einzugehen und man wird eher misstrauisch beäugt, wenn man gar nichts hat, was einen bedrückt. Ich war neugierig, wie sich diese Mentalität in der Arzt-Patienten Beziehung bemerkbar macht.

In den deutschen Medien war Serbien vor allem in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in dem letzten Jahrzehnt präsent. Seit dem Zerfall des Landes hat sich das Leben in Serbien weitgehend wieder normalisiert. Auch wenn zum Beispiel die Arbeitslosenzahl noch sehr hoch ist und die Löhne weiterhin größtenteils zu niedrig sind, ähnelt das Leben in der Stadt sehr dem in Europa. Es wurde gerade in den letzten Jahren viel gebaut und auch wieder investiert, was sich vor allem durch den Einzug der großen Handelsketten in der Stadt bemerkbar gemacht hat. Während der langen Zeit, in der Serbien ein Teil eines sozialistischen Staates war, hat das Gesundheitssystem eigentlich sehr gut funktioniert. Die Jahre des Krieges und des Embargos in den 90er Jahren waren dann besonders schwerwiegend in der Medizin zu spüren. Ich war neugierig zu sehen, wie die Patientenversorgung heute aussieht und wo die Unterschiede zum deutschen System liegen.

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Bewerbung


Uniklinik-Wegweiser - in kyrillischer Schrift!
Ich hatte mich zunächst über das Internet informiert und war doch etwas überrascht, dass die medizinische Fakultät sogar eine Homepage auf Englisch hat. In Novi Sad ist die Leitung der Uni-Klinik und der medizinischen Fakultät nicht so strikt getrennt wie in Deutschland. Auch wenn man nur eine Famulatur machen möchte, sollte man sich auf der Seite der medizinischen Fakultät informieren und die Beauftragte für ausländische Studierende kontaktieren.

Die Fakultät hat seit einigen Jahren sogar einen Studiengang Medizin auf Englisch für 20 ausländische Studierende. Trotzdem sprechen auf keinen Fall alle Ärzte Englisch und bei den Angestellten in Verwaltung oder im Pflegebereich ist es eher eine große Ausnahme. Auch wegen des Kontaktes mit Patienten würde ich empfehlen, die Landessprache zu beherrschen. Entgegen weitläufiger Meinungen sind Kroatisch, Bosnisch und Serbisch sehr ähnlich. Das heißt, wenn man einen Sprachkurs in einer der drei Sprachen absolviert hat, kann man mit seinen Mitmenschen ganz gut kommunizieren.

Die Klinik ist es nicht gewöhnt, eine Anfrage für eine Famulatur zu bekommen, da dort solche Praktika nicht im medizinischen Curriculum vorgesehen sind. Es dauert deshalb etwas länger, bis man eine Antwort bekommt, aber man wird, wenn man da ist, sehr nett behandelt. Es gibt im Medizinstudium dort ein so genanntes Sommerpraktikum Innere und Chirurgie. Diese sind in ihrem Studium fest vorgesehen und vielleicht kann man auch als ausländischer Studierender versuchen, sich dafür anzumelden. Dann gibt es auch ein festes Programm und einen Studentenunterricht - das ist glaube ich im Juli oder August.

Auch zu empfehlen, wäre eine Famulatur in der Kardiologie oder Herzchirurgie an der Klinik in „Sremska Kamenica“, 20 min mit Bus von Novi Sad entfernt. Diese Spezialklinik für alle Herz-Fächer hat einen sehr guten Ruf und auch eine bessere Finanzierung.

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Vorbereitungen

Ich musste mir keine Wohnung in Novi Sad suchen, da ich dort Verwandte habe. Es werden aber oft Zimmer von Familien vermietet - für rund 100 Euro pro Monat. Man sollte am besten im Krankenhaus nachfragen, ob sie jemanden kennen.

Einen Flug sollte man vielleicht mindestens einen Monat im Voraus buchen, um einen günstigen Flug zu bekommen. „Opodo“ ist hier sehr zu empfehlen! JAT oder Lufthansa bieten sich eigentlich am ehesten an, z.B. ab Frankfurt. Da Novi Sad keinen eigenen Flughafen hat, muss man nach Belgrad fliegen. Von dort gibt es Busse nach Novi Sad, die etwa eineinhalb Stunden brauchen, aber nicht sehr regelmäßig fahren.

Da in Serbien der „Dinar“ die offizielle Währung ist, muss man auf jeden Fall Geld tauschen. Am besten man macht es dort, in z.B. eine der vielen neu eröffneten Raiffeisen Banken oder in Wechselstuben. Man sollte nur darauf achten, dass keine Tauschgebühren erhoben werden.

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Meine Famulatur


Die Poliklinik, ein Wunderwerk der 80ziger Jahre
Ich habe für vier Wochen in der hämatologischen Tagesklinik und Ambulanz famuliert. Es gab etwa drei Ärzte und sechs Krankenschwestern, die dort täglich bis zu 40 Patienten versorgen mussten. Ich wurde von der Oberärztin Dr. Vera Uzurov betreut. Sie hat mich wirklich vom ersten Tag an sehr in die Arbeit mit eingebunden und sich stets bemüht, mir Aufgaben zuzuteilen. Dr. Uzurov hat mich sehr durch ihr außergewöhnlich breites Wissen und ihre diagnostischen Fähigkeiten beeindruckt. Sie hat sich immer sehr viel Zeit für die Patienten genommen und ist wirklich eine sehr gründliche und engagierte Ärztin.

Besonders ist mir aufgefallen, dass sie sich stets bemühte, jeden Patienten ganzheitlich und nicht nur die hämatologischen Symptome betreffend zu behandeln. Sie war für die Patienten den ganzen Tag immer telefonisch erreichbar und hatte bei vielen eine ähnliche Rolle wie ein Hausarzt. Ich habe von ihr sehr viel sowohl über die Menschlichkeit als auch über die fachliche Kompetenz im Arztberuf gelernt. Trotz des immer vorhandenen Zeitmangels hat sie sich immer Zeit für meine Fragen genommen und ich habe mich insgesamt wirklich sehr gut betreut gefühlt.

Einerseits gab es die Ambulanzsprechstunde, bei der sich Patienten mit den verschiedensten Patientenbildern vorgestellt haben. Ein sehr häufiges Krankheitsbild war die Anämie, aber die Ursachen waren oft sehr unterschiedlich. Angefangen von Eisenmangel über Hämophilie bis zu einem Fall, bei dem es Leishmaniose war!

Da es in Serbien noch nicht das System der Praxen gibt, ist die Ambulanz die Anlaufstelle von sehr vielen Menschen. Die Grundversorgung wird durch staatliche Institutionen in mehreren Vierteln der Stadt durch Allgemeinärzte gewährleistet. Diese überweisen dann die Leute an die Ambulanzen der Universitätsklinik.

Es gab auch viele Patienten, die mit Verdacht auf eine lymphatische Erkrankung kamen. Die Patienten saßen in einem großen Wartezimmer und wurden nacheinander aufgerufen. Da durfte ich dann Anamnese erheben, untersuchen und EKGs schreiben. Obwohl Hämatologie ein recht spezielles Thema ist, konnte ich doch sehr viel machen und diese Basisfertigkeiten üben. In der hämatologischen Ambulanz wird kein Blut abgenommen, da es dafür ein Stockwerk tiefer eine Laborstelle gibt, wo alle Ambulanzen ihre Patienten zur Blutabnahme hinschicken. Da ich auch Blutabnehmen üben wollte, ging ich manchmal morgens zwei Stunden ins Labor. Ich konnte zwar schon viele Mal Blut abnehmen, da sie aber nicht das übliche Röhrchensystem oder gar Butterflies wie in Deutschland haben, war es manchmal abenteuerlich. Man nahm eine Nadel, die man in eine chirurgische Schere klemmte, dann punktierte man die Vene und hielt ein Reagenzglas drunter. Die EDTA und sonstigen Lösungen pipettiert man dann rein und mischt das Reagenzglas. Das System klingt vielleicht ungewöhnlich, aber so geht es auch und ist viel billiger als das ganze andere Zubehör.

Neben der hämatologischen Ambulanz gab es dann noch die Tagesklinik. Da gab es Termine und die Patienten kamen meist schon viele Jahre zur Chemotherapie wegen Leukämien oder Lymphomen. Diese Patienten wurden hauptsächlich nur von der Oberärztin Dr. Uzurov, bei der ich war, betreut und so durfte ich dabei immer mitgehen. Da jeder Patient vor und nach der Chemotherapie komplett körperlich untersucht werden musste, konnte ich auch hier sehr viel üben. Die Zugänge legen für die Infusionen wollte ich nicht machen, da diese Patienten schwer krank sind und ich noch nicht wirklich geübt war. Außerdem kann es zu gravierenden Folgen kommen, wenn die Infusion mit einem Zytostatikum nicht richtig läuft.

Die Tagesklinik war aber für mich persönlich sehr interessant, denn man hatte viel mit schwerkranken Patienten zu tun. Es war bewegend zu sehen, wie sich Dr. Uzurov um diese Patienten gekümmert hat. Besonders beeindruckt haben mich aber die Patienten selber. In Deutschland wäre man wahrscheinlich zu so einer Therapie stationär aufgenommen worden, besonders wenn man jeden morgen zwei Stunden mit dem Bus aus einem Dorf anreisen müsste. Trotzdem habe ich keinen einzigen klagen gehört. Die meisten kamen mit einem Lächeln rein, nahmen lange Wartezeiten in Kauf und bemühten sich das Beste aus ihrem Leben zu machen. Fachlich gesehen, habe ich viel über Blutbilder gelernt und mir wurden einige Male interessante Mikroskopier-Präparate gezeigt und erklärt. Außerdem konnte ich mir ziemlich gut die Therapie von Hodgkin und Non-Hodgkin Lymphomen einprägen.

Ingesamt war ich ziemlich überrascht von einer Famulatur in der Hämatologie. Man bekommt wirklich vieles zu sehen und muss sehr viele Differenzialdiagnosen im Kopf haben. Auch das Personal hat mich mit der Zeit wirklich sehr nett aufgenommen und war für alles, was ich gemacht habe, sehr dankbar. Manchmal konnte die Stimmung schon etwas schwierig sein, aber dies lag meistens an dem Zeitdruck. Es ist wirklich unglaublich mit welcher Intensität und Schnelligkeit gearbeitet wird.

Vieles liegt oft auch an der schlechten Organisation, denn wenn die Krankenhausleitung ständig mit finanziellen Problemen kämpft, bleibt wenig Zeit und Energie für Veränderungen in den Abläufen. So gibt es seit ein paar Jahren auch in Serbien Zivis im Krankenhaus, aber irgendwie niemanden, der ihnen Aufgaben zuteilt. Das Personal ist überlastet und die Zivis haben nichts zu tun! Auch die Bezahlung der Ärzte und des Pflegepersonals ist sehr schlecht und die hierarchischen Strukturen sehr eingefahren. Die Summe dieser Probleme führt zu einer sehr hohen Unzufriedenheit der Menschen dort. Auf der andere Seite muss man sehen, dass es auch genügend Leute in Serbien gibt, die arbeitslos sind und dass man dann vielleicht schon zufrieden sein sollte, wenn man eine geregelte Stelle hat.

Ich sehe auch ein Problem in den Arbeitszeiten, die ein Erbe des sozialistischen Systems sind. Es wird von 7.00 Uhr morgens bis 14.00 Uhr ohne Pause sehr intensiv gearbeitet. Man ist dann zwar früher zu Hause, die Ärzte aber in der Regel auch erst so gegen 17.00 Uhr, aber total kaputt. Außerdem bezweifle ich, dass man genau so effektiv ist, wie wenn man eine Pause nach dem halben Arbeitstag gehabt hätte. Abschließend muss ich aber sagen, dass ich schon das Gefühl hatte, dass die Patienten medizinisch gut behandelt wurden. Es gab vielleicht nicht immer das neuste und teuerste Medikament oder den Termin für das Röntgen so schnell wie bei uns, aber insgesamt hatten die Patienten eine solide Versorgung.

Dabei ist mir aber auch aufgefallen, wie viel von dem einzelnen Arzt abhängt. Ist man engagiert und gründlich wie Dr. Uzurov, dann kann man eben auch mit einfachen Mitteln gute Medizin machen. Aber wenn man sich eher etwas zurückhält und nicht manchmal dem Labor, der Apotheke usw. nachtelefoniert und pünktlich um 14.00 Uhr nach Hause geht, dann ergeben sich schon schwerwiegende Lücken im System. Die Menschen in Serbien, die es sich leisten können, suchen auch immer häufiger Privatpraxen auf, bei denen man die Rechnungen selber bezahlen muss, aber dafür auch alle möglichen modernen Geräte und Medikamente hat. Aber auch dort ist nicht immer eine gute Medizin gewährleistet, da dort wieder der finanzielle Profit eine sehr wichtige Rolle spielt.

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Land und Leute


Die Innenstadt von Novi Sad
In der Innenstadt von Novi Sad findet man viele neue Geschäfte und Cafés. Ein Kaffee kostet bis zu einem Euro, bei der Kleidung kommen die Preise dann aber schon locker an die in Deutschland heran. Ein Besuch des Marktes mit viel frischem Obst, Gemüse, Käse und vielem anderem ist sehr zu empfehlen.

Mit „hochmodernen“ Bussen kommt man für etwa 20 Cent super durch die Stadt. Seit letztem Jahr gibt es auch Fahrpläne, die eingehalten wurden! Manchmal wird die Fahrt etwas aufregender als gewünscht…

Bei meinem Aufenthalt in Novi Sad kam auch der Aspekt hinzu, dass meine Grosseltern in Serbien leben und ich so durch die Famulatur mehrere Wochen mit ihnen verbringen konnte. Da ich fast meine gesamte Schulzeit in Deutschland verbracht habe und nur mit meinen Eltern Gelegenheit hatte, Serbisch zu sprechen, war es für mich jetzt eine sehr gute Übung, wieder die Sprache intensiver zu gebrauchen. Die Menschen in Serbien sind sehr aufgeschlossen und es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Da die Preise in Serbien doch noch niedriger sind als hier in Deutschland, kann man als Student eine sehr schöne Zeit mit Theater, Kino, Konzerten, aber auch mit Ausflügen nach Belgrad oder in die Berge verbringen.

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Fazit

Die Famulatur in Novi Sad war sehr lehrreich und es war interessant für mich zu sehen, wie man auch mit weniger Mitteln und unter anderen Bedingungen Patienten versorgen kann. Da ich in einer hämatologischen Ambulanz war und viel Kontakt mit Krebskranken hatte, habe ich auch sehr viel zum Umgang mit schweren Krankheiten gelernt.

Das Krankenhaus war in vielen Aspekten sehr ähnlich zu deutschen Krankenhäusern. Zwar herrschen nicht solche Hotel-ähnlichen Zustände wie bei uns auf den Stationen, aber die medizinische Behandlung ist auf jeden Fall sicher gestellt. Es gibt nicht immer die neusten Medikamente in der Hausapotheke der Klinik und man muss als Patient auch manchmal manche Laboruntersuchungen bei einem privaten Labor machen lassen und selber bezahlen.

Im Ganzen funktioniert das Gesundheitssystem heute aber wieder sehr gut. Ich habe bemerkt wie oft man in Deutschland als Arzt verführt ist, Zusatzuntersuchungen zu machen, die einen aber diagnostisch vielleicht gar nicht sehr viel weiter bringen, nur weil es ohne größeren Aufwand möglich ist.

Insgesamt hat mir die Famulatur in Novi Sad sehr viel Spaß gemacht und ich konnte ein bisschen meinem Alltag in Deutschland entfliehen. Für mich persönlich war die Famulatur wegen der sehr guten Betreuung durch Frau Dr. Uzurov sehr lehrreich und eine wertvolle Erfahrung.

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T., D.
Freiburg, Juli 2006
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Famulatur in Novi Sad, Serbien
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