Meine Idee - ein Tertial in „down under“
Die Vorbereitungen
Die Ankunft
Die Unterkunft
Concord Repatriation General Hospital
Mein Arbeitsalltag
Reisen
Sydney
Finanzielles
Mein Fazit
Meine Idee - ein Tertial in „down under“ Opera und Harbour Bridge |
| Meinen Entschluss, das Innere Tertial in einem englischsprachigen Land zu absolvieren, weil gerade dort die Ausbildung und das „bedside teaching“ einen höheren Stellenwert als in Deutschland genießen, fasste ich gefrustet von der klinischen Ausbildung in Deutschland schon zwei Jahre vor dem PJ. So machte ich mich auf die Suche nach entsprechenden Plätzen in der englischsprachigen Welt.
Nach einigen Zusagen aus England, Südafrika, Australien und Neuseeland habe ich mich dann für ein gesplittetes Tertial in Neuseeland und Australien entschieden. Der ausschlaggebende Grund für Australien lag in der Sicherheit gegenüber Südafrika, der guten Ausbildung, wie ich aus Erfahrungsberichten entnahm, dem guten Klima sowie den verlockenden Freizeit- und Reisemöglichkeiten.
Die VorbereitungenDa immer mehr Studenten aus Europa die Vorzüge eines PJ-Aufenthaltes in Australien erkennen, sollte man sich der Entscheidung früh bewusst werden und sich dementsprechend rechtzeitig bewerben, denn kurzfristig sind meistens die Wunschfächer vergeben.
Ich habe mich zwei Jahre im Voraus beworben. Dies ist vielleicht ein wenig früh, dadurch hatte ich aber die freie Wahl bezüglich meiner Subspezialitäten. In Australien ist es nicht mehr überall möglich, als Deutscher sein „Elective“ zu machen, so dass man sich durch viele Uni-Websites klicken muss. Die University of Sydney und die University of Tasmania nehmen auf jeden Fall Deutsche, sowohl für acht als auch für 16 Wochen. Die Studiengebühren steigen, wenn man mehr als acht Wochen im Land verbringt empfindlich an, so dass sich ein Splitting, wenn es das LPA erlaubt, empfiehlt. Wenn Ihr an zwei verschiedenen Universitäten in Australien Euer Tertial machen wollt, kann es Probleme geben, da es zum Beispiel die Universität von Sydney nicht erlaubt.
Ich hatte mich für die University of Sydney entschieden, was sich im Nachhinein als richtige Entscheidung herausgestellt hat, jedoch würde ich eher das Royal Prince Alfred Hospital wegen seiner zentralen Lage empfehlen. Die Universität bietet im Wesentlichen zwei verschiedene Lehrkrankenhäuser an, das Royal Prince Alfred Hospital sowie das Concord Repatriation General Hospital.
Das RPAH liegt nahe dem Stadtzentrum und man bewirbt sich direkt über die Website der University of Sydney.
Das Concord Repatriation General Hospital liegt in einem Vorort von Sydney, etwa 30 Minuten mit der S-Bahn entfernt, also noch recht zentral. Die Bewerbung läuft hier über die Website der Concord Medical School.
Ich hatte mich für acht Wochen Kardiologie sowie Gastroenterologie im Concord Repatriation General entschieden, da ich damals nicht von der Möglichkeit wusste, das Tertial auch am Royal Prince Alfred Hospital zu absolvieren.
Die Universität hat auch noch eine Dependance in Broken Hill, drei Flugstunden von Sydney entfernt, im „Outback“. Die australischen Studenten belegen hier Kurse in ländlicher Medizin und dem Krankenhaus soll eine Basis der Royal Flying Doctors angegliedert sein. Wenn einen diese Erfahrung reizt, sollte man sich mit der Universität von Sydney in Verbindung setzen und die Bewerbungsmodalitäten erfragen.
Die Elective Gebühren liegen jetzt bei 800 Dollar für acht Wochen plus 100 Dollar Bearbeitungsgebühr für die Universität.
Was braucht Ihr alles für eine Bewerbung? Das Bewerbungsformular für die Concord Medical School erhaltet Ihr auf deren Website. Alles Wissenswerte über die University of Sydney ist auf deren Homepage zu finden bzw. auf der der Medizinischen Fakultät.
Nicht wundern, wenn die Antwort doch mal länger auf sich warten lässt, Jenny hat ziemlich viel zu tun und ist nicht nur für Euch da, sondern auch für die australischen Studenten. Und bei den vielen Bewerbungen, die auf Ihren Schreibtischen landen, kann es schon mal einen Monat oder länger dauern, bis Ihr eine Email in Eurem Postfach findet.
Wenn Ihr das Formular runterladet, ist es eigentlich selbsterklärend. Die Anlagen, die Ihr der Bewerbung beifügen müsst, sind alle im Formular aufgelistet. Normalerweise sind dies ein „Dean’s Letter“, den Ihr in Eurem Dekanat problemlos bekommen solltet, ein amtlich beglaubigtes, übersetztes polizeiliches Führungszeugnis (Criminal Record Check), die gängigen Impfnachweise (Hepatitis B, Varizellentiter, MMR, Mendel Mantoux Status…), einen Nachweis über die private Auslandskrankenversicherung und einen Nachweis über eine Berufshaftpflichtversicherung.
Bevor Ihr Euch mit Eurem Führungszeugnis auf den Weg in ein teures Übersetzungsbüro begebt, schaut mal in die „Gelben Seiten“. Oft gibt es da Damen oder Herren, die dies nebenberuflich machen und viel günstiger sind, sie müssen nur amtlich berufen sein. Bei den anderen Unterlagen achtet darauf, dass Ihr alle Unterlagen gleich in Englisch bekommt, denn das spart Euch Zeit und Geld, und es schont die Nerven.
Für die PJ Studenten gibt es ein eigenes Visa, das man bei der Botschaft in Berlin beantragen muss (Link siehe Weiterführende Links). Das Visum kostete mich 50 Euro, dazu addieren sich dann noch die Kosten der ärztlichen Untersuchung bei einen „Panel Doctor“. Die Liste, der von der Botschaft berufenen Ärzte, findet Ihr auf der Internet-Seite der Botschaft (siehe Weiterführende Links). Leider kann diese Untersuchung nicht der Vater oder die Mutter des besten Freundes oder im Glücksfalle der eigene machen, sondern Ihr müsst zu diesem so genannten Panel Doctor.
Diese Untersuchung kann bis zu 200 Euro kosten, wenn der Arzt Euch keinen Studentenrabatt gewährt, dies würde ich vorher abklären. Normalerweise sollte sich dann der Preis so um 125 Euro einpendeln, für den Ihr einen Röntgen Thorax, Blutuntersuchung, Körperliche Untersuchung und eine Urinuntersuchung bekommt. Die Ergebnisse schickt der Arzt dann direkt zur Botschaft, so dass Ihr Euer Visum so nach drei Wochen im Postkasten habt.
Zu den Unterlagen, die Ihr mit einreichen müsst, gehört eine Flugticketkopie, aus der ersichtlich ist, das Ihr das gelobte Land auch wieder verlassen wollt, einen Nachweis, dass Ihr auch genug Geld auf dem Konto habt, einen Nachweis, dass Ihr privat krankenversichert seid sowie das Einladungsschreiben der Universität.
Einige Studenten reisen auch einfach nur mit einen Touristenvisum ein, das man sich als E-Visa ausstellen lassen kann und bis zu einer Aufenthaltsdauer von drei Monate kostenlos ist. Was passiert, wenn man erwischt wird, kann ich Euch leider nicht sagen, denn habe es nie einen im Krankenhaus kontrollieren sehen. (Anm.d.Red.: Um in jedem Fall auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich unbedingt rechtzeitig im Voraus bei der zuständigen Botschaft des entsprechenden Landes nach den aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen, siehe auch „Weiterführende Links“.)
Hier sind noch meine Buchtipps für Euch. Als Reiseführer ist dies der „Lonley Planet“ und zwar in der englischen Ausgabe, denn dieser ist aktueller, vor allem bei den Preisen. Für die Klinik empfehle ich das „Oxford Handbook of Clinical Medicine“ - daran erkennt man den Studenten – und das Werk „Clinical Examination“ von Talley und O´Conner - die Bibel für die Studenten.
Die AnkunftNach ca. 20 Stunden Flugzeit erwarten Euch dann das angenehme Klima von Sydney und eine am Anfang doch etwas ungewohnte Freundlichkeit der Menschen. Es ist dank des sehr guten Verkehrsverbundes sehr einfach, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach „Concord“ zu kommen.
Jenny schickt Euch dann vor Eurer Anreise eine Liste mit Wohnmöglichkeiten, aus der Ihr dann auswählen könnt, wo Ihr die acht Wochen zu nächtigen gedenkt. Pro Woche müsst Ihr mit Kosten zwischen 100-150 Dollar rechnen. Wenn Ihr 16 Wochen bleibt, dann habt Ihr auch die Alternative, im Wohnheim zu wohnen, das nur 45 Dollar pro Woche kostet, bei etwas niedrigerem Komfort.
Die Unterkunft Unterkunft Haertsch House 2 |
| Ich hatte mich für die Unterkunft im „Haertsch House 2“ entschieden, was eine wirklich angenehme Unterkunft war, die ich nur empfehlen kann. Es ist ein Haus, in dem bis zu fünf Leute unterkommen und das sich durch seine Nachbarschaftslage zum Krankenhaus auszeichnet.
In der Regel wohnt permanent ein Student in diesem Haus, so gestaltet sich das Einleben recht einfach. Daneben gibt es noch zwei Einzelzimmer und ein Doppelzimmer, eine Küche mit Essbereich, einen Gemeinschaftsraum und einen Garten, in dem Ihr bei entsprechender Jahreszeit Mandarinen pflücken könnt. Handtücher und Bettzeug sind vorhanden, so dass Ihr dies an Gepäck sparen könnt.
Wer sich erhofft, dass er alle möglichen Leute aus aller Welt kennen lernt, mit Ihnen im Haus zusammen wohnt und dadurch sein Englisch verbessert, den muss ich leider enttäuschen. Man musste leider feststellen, dass das Haus fest in deutscher Hand war und Deutsch überall präsent ist. Für Leute, die alleine reisen, kann dies aber auch ganz angenehm sein, denn man findet sofort jemanden, mit dem man seine Erlebnisse auf Deutsch teilen kann.
Concord Repatriation General HospitalDas Concord Repatriation General Hospital ist ein ehemaliges Veteranenkrankenhaus, das aber nun ein General Hospital und akademisches Lehrkrankenhaus der Universität von Sydney ist. Nahezu alle Fachdisziplinen sind im Haus anzutreffen, da es ein Krankenhaus der Akutversorgung darstellt. Wer sein Tertial in der Notaufnahme plant, dem empfehle ich aber das Royal Prince Alfred Hospital, da das Trauma Management ein wenig zu kurz kommt, und sich das Patientenspektrum eher auf die Innere Medizin und Neurologie konzentriert.
Die Stationen verteilen sich auf zwei Hauptgebäude und mehrere Baracken. Das Krankenhaus ist in Australien sehr bekannt, denn es ist der Set für die einheimische Krankenhausserie „All Saint“, so dass man auch mit Schauspielern auf Tuchfühlung gehen kann.
Mein ArbeitsalltagMan erwartet von Euch, das Ihr hier ordentlich angezogen seid, das heißt, Ihr könnt Euren Kittel im Schrank hängen lassen und den Koffer mit Hemden, Krawatten, Blusen… füttern. Jeans sind auf Station nicht gerne gesehen.
Der Stationsalltag hält meistens gegen 7.00-8.00 Uhr Einzug, je nach gewähltem Fach, wie in Deutschland ist Chirurgie nichts für Murmeltiere.
Meistens begann mein Arbeitstag gegen 8.30 Uhr mit der Teamvisite. Das Team besteht hier in der Regel aus dem „Consultant“, einem „Registrar“, einem „Resident“, einem „Intern“ und Euch. Die durchschnittliche Patientenzahl, die es zu begutachten galt, pendelte sich so bei 14 ein. Die Visiten gestalten sich hier ziemlich lehrreich, da der Patient bei jeder Visite gründlich untersucht wird und nicht nur über die Bettkante angeschaut wird, wie ich es allzu oft in Deutschland erfahren habe.
Nach rund zwei Stunden war dieser Tageshöhepunkt abgehakt und man ging dazu über, die Arbeiten zu erledigen, die man während der Visite beschlossen hatte. Meistens fällt da mal eine oder auch mal zwei Braunülen ab, eine BGA sowie eine Menge Schreib- und Computerkram. Das Blutabnehmen übernehmen hier „technical nurses“, so dass einem diese doch eher ungeliebte Morgenbeschäftigung erspart bleibt. Wenn einen die Motivation weiter treiben sollte, ist man gerne gesehen im Katherlab, dem Echo oder der Ergo.
Weiterhin sollte man es nicht unterlassen, auch die Schwestern als Wissenspool anzuzapfen, denn im Gegensatz zu Deutschland haben sie auch ein Studium abgeschlossen, sind zu wesentlich mehr befugt und haben dadurch in einigen Bereichen ein weitergehendes Wissen. Am Dienstag war um 08.00 Uhr immer eine Besprechung, in der unklare Fälle, interessante EKGs als auch aktuelle Publikationen besprochen wurden und man nebenbei ein üppiges, von einer Pharmafirma gesponsertes, Frühstück einnehmen konnte. Daneben gab es noch zwei „Lectures“ pro Woche, die aktuelle Themen der Kardiologie an die Studenten vermittelten.Auch hier hieß es um 8.30 Uhr antreten zur Visite mit dem Team. Im Gegensatz zur Kardiologie war diese jedoch wesentlich schneller beendet, da sich das Patientenaufkommen doch sehr im Rahmen hielt, meistens zwischen fünf bis zehn Patienten. Auch hier folgten die üblichen Stationsarbeiten aufgelockert mit Besuchen in der Gastroskopie und Koloskopie.
„Lectures“ wurden auch hier angeboten, um den Wissensdurst der Studenten zu stillen. Man wurde sehr zum Selbststudium angeleitet. Ich habe alle Patienten selbst untersucht, sie meinem Resident vorgestellt, das Krankheitsbild dann in der Bibliothek aufgearbeitet und mit aktuellen Publikationen aus „Pubmed“ geschmückt. Das Arbeitsklima in dieser Abteilung war ausgesprochen nett und ich habe die Zeit sehr genossen.Des Weiteren werden diverse Teachings, Patho Besprechung, Radio Konferenz und Lectures sowie die „Grand Round“ angeboten. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist auf jeden Fall zu empfehlen, da auch hier gerade der Vorteil der angloamerikanischen Ausbildung zum Vorschein kommt.
Reisen Whiteheaven Beach – Whitsundy Island |
| Es wird einem hier keiner Steine in den Weg legen, wenn man mal ein paar Tage reisen möchte, um sich das Land anzuschauen. Man sollte sich aber immer klarmachen, dass Australien nicht nur ein Land, sondern auch ein Kontingent ist, und die Zeit immer zu kurz.
Die Reisekosten fallen wesentlich geringer aus als in Deutschland, selbst das Flugzeug ist hier erschwinglich. Die großen Fluglinien sind „Quantas“, „Jetstar“ und „Virgin“. Wer schon genau weiß, was er sehen möchte, dem empfehle ich, die Tickets schon früh zu buchen, denn dann bekommt man die günstigen Tarife, wie z.B. Flug Sydney - Cairns für ca. 60 Euro. Des Weiteren gibt es diverse andere Transportmöglichkeiten wie „OZ Experience“, „Greyhound“,... mit vielen Packages, die man dann aber lieber vor Ort in einem Backpackerbüro buchen sollte.
Sydney Skyline Sydney von der Manly Ferry |
| Sydney ist eine Weltmetropole und wird Ihrem Ruf mehr als gerecht. Sowohl vom Kulturangebot, sei es eine Oper oder ein Konzert in dem weltberühmten Opernhaus, ein Besuch in der „New South Wales Art Gallery“, ein Bummel durchs das absolut zu empfehlende Museum bis zu vielen kleinen Galerien, Kleinkunstbühnen sowie den Straßenkünstlern am „Cirqualar Quay“ als auch bis zu den eher trivialen Beschäftigungen wie „Shoppen“ ist Sydney Weltklasse.
Am Wochenende oder am Nachmittag laden die Stadtstrände „Coogee“-, „Bronte“-, „Bondi“-oder „Manly-Beach“ sowie diverse weitere zum Verweilen, Baden, Flanieren und Surfen ein. Am Abend zieht es einen dann meistens in das Studentenviertel „Newtown“ mit seiner exzellenten Cafe und Gastronomieszene, in das anrüchige Ausgeh- und Partyviertel „Kings Cross“ sowie „Oxford Street“ oder in das eher schickere „The Rocks“.
Sollte es einem in dieser 4.2 Millionen Stadt langweilig werden, dann liegt es garantiert nicht an der Stadt. Sydney verfügt über ein ausgezeichnetes Verkehrssystem, das die Erkundung der Stadt auch finanziell deutlich erleichtert. Wer das Shoppen als eines seiner Hobbys bezeichnet, der sollte schon vorher ein Limit auf die Kreditkarte nehmen, ansonsten ist man ganz schnell ärmer als eine Kirchenmaus.
Von der kulinarischen Seite her erwartet einen die ganze Palette von Afghanisch bis Zairisch, von spottbillig bis zum Kopfschütteln, und die Freunde der asiatischen Kochkünste werden „China Town“ lieben lernen.
In der Umgebung warten die „Blue Mountains“ und diverse Attraktionen auf ihre Entdeckung.
FinanziellesDie Erfahrung, einen Teil des PJ in Australien zu verbringen, wird leider nur in den wenigsten Fällen durch Austauschprogramme finanziell erleichtert, so dass man schon ein stattliches Sümmchen aufwenden muss, um dem PJ Alltag in deutschen Landen zu entfliehen. Durch Reisekostenzuschüsse via DFA oder Reisestipendien, wie z.B. die hier auf der Stethosglobe Homepage ausgeschriebenen Förderbeträge für Famulatur- und PJ -Aufenthalte im Ausland, wird es einem jedoch erleichtert, den Dispo vielleicht nicht bis zum letzten Taler auszureizen. | Flug: | Je nach Saison ab 1.000- 1.200 Euro | | Krankenversicherung: | ca. 130 Euro | | Führungszeugnis: | ca. 25 Euro | | Übersetzung: | ca. 30-100 Euro | | Studiengebühren: | ca. 800 Dollar (450 Euro) | | Wohnen: | ca. 600 Euro (bei mir 135 Dollar die Woche) | | Visa: | ca. 50 Euro plus Arzt 125 Euro | | Anrechnungsgebühr: | ca. 25 Euro, abhängig vom LPA, eventuell kostenlos. | | Leben: | Abhängig vom Lebensstil | | Reisen: | Auch wenn das Reisen billig ist, lieber mehr einplanen. | Die Lebenshaltungskosten sind etwas geringer als in Deutschland.
Wer Kunde einer Bank ist, die es ermöglicht, dass man fast an jeder Ecke mit seiner EC Karte ohne Gebühren Geld abheben kann, kann sich glücklich schätzen.
Mein FazitAustralien war neben Neuseeland sicherlich eine unheimliche Bereicherung für mein PJ. Der Lerneffekt war vielleicht nicht ganz so groß, wie es in Deutschland der Fall gewesen wäre, dennoch war es eine Erfahrung, die ich nicht bereue und auch nicht missen möchte.
Der Einblick in ein komplett anderes Gesundheitssystem, die netten Arbeitsbedingungen, die flachen Hierarchien, die Fähigkeit endlich einen Patienten vernünftig untersuchen zu können sowie die Fortschritte in der englischen Sprache rechtfertigen auf jeden Fall das Tertial in Australien.
Für mich wurden Australien und Neuseeland im Laufe der Zeit zu einer wirklichen Alternative zum deutschen Arbeitsmarkt, auch wenn hier nicht alles Gold ist, was glänzt.
B., B.
Sydney, Juli 2006 |