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Einmal „down under“ – wer träumt nicht davon. Für mich ging es jedoch um mehr. Ich wollte herausfinden, ob Australien ein Land sein könnte, um dort später als Arzt zu arbeiten. Im deutschen Fernsehen wird derzeit viel über deutsche Auswanderer und ihre im Ausland gemachten Erfahrungen berichtet. Ich wollte mir selbst ein Bild von diesem Land, dieser Möglichkeit machen. Erste Vorbereitungen
Bewerbung
Organisatorisches
Unterkunft
Freizeit/Leben
Arbeiten in Sydney (8 Wochen)
Arbeiten in Brisbane (8 Wochen)
Aus-/Weiterbildung „down under“
Fazit
Erste Vorbereitungen Coala |
| Ich wollte unbedingt einen Teil meines PJs in Australien machen, weil ich wissen wollte, wie meine Aussichten sind, später als deutscher Arzt in Australien zu arbeiten, wie sich dort das Gesundheitssystem von dem unsrigen unterscheidet und ob mir das Land genug bieten kann, damit ich dorthin auswandern würde.
Vor dem Abenteuer Australien sollte man sich sicher eine Menge Gedanken machen. Die wichtigsten Fragen sind sicher: Was, wann, wo und Bewerbung/Visum.
Ich würde jedem raten, sich genau zu überlegen, was man in Australien machen möchte. Sein Wahlfach sollte man sicher in Deutschland machen, einfach damit man weiß, ob es das richtige Fach ist und um schon Kontakte zu knüpfen, ja vielleicht sogar ein Stellenangebot zu bekommen.
Chirurgie kann ich wirklich keinem empfehlen, in einem angelsächsischen Lehrsystem zu machen, weil ich durch meine Aufenthalte in den USA und durch Erzählungen von Freunden weiß, dass die Chirurgie in diesen Systemen nicht gerade von viel Praxiserfahrung geschwängert ist. Man kann dort eigentlich nur auf Station sein und vielleicht einmal bei einer OP zuschauen, von steril am Tisch stehen, kann aber keine Rede sein! Aber es wird trotzdem ständige Präsenz erwartet, die dann teilweise bis spät in die Nacht geht! Also bleibt am ehesten noch die Innere Medizin.
Dann die Frage: Wann? Australien ist auf der Südhalbkugel, d.h. wenn bei uns Winter ist, haben die Australier 40 Grad im Schatten. Ich würde jedem empfehlen, in den späten Sommermonaten (Februar-April) nach Australien zu gehen, dann ist es nicht allzu heiß, aber man kann im T-Shirt rumlaufen.
Wo man sein Tertial macht, hängt von den eigenen Vorlieben ab und natürlich auch welche Krankenhäuser zusagen, aber ich würde Melbourne, Sydney und Brisbane empfehlen. Die Städte sind groß, man kann sehr leicht ans Meer und auch viele Ausflüge ins Landesinnere machen.
Wichtig ist aber auch, dass man sich rechtzeitig bewirbt, vor allem, wenn man ein ganzes Tertial dort verbringen möchte. Ich hatte mich eineinhalb Jahre vorher beworben und es hat alles geklappt, aber lasst Euch gesagt sein, die Bewerbung und das Visum verlangen Geduld und Hartnäckigkeit. Dann kommt noch die Frage, ob man ein ganzes oder nur ein halbes Tertial dort machen möchte. Dazu ist zu sagen, dass ein acht Wochen Aufenthalt viel einfacher und auch sicher kurzfristiger zu organisieren ist. Man beantragt einfach ein Touristenvisum und man ist mit den Daten flexibler, weil nicht die Zusage der einen Tertial-Hälfte von der anderen abhängt. Wenn man aber ein ganzes Tertial dort verbringen möchte, muss man ein „Occupational Training Visa“ beantragen, der Flug wird teurer, weil man länger als drei Monate bleibt und man darf in Sydney auch nur maximal acht Wochen an einem Krankenhaus der Universität Sydney arbeiten und muss dann an ein anderes Krankenhaus wechseln.
Bewerbung
Das Royal North Shore Hospital (RNSH) in Sydney ist an die Northern Clinical School angebunden. Diese hat eine eigene Internetseite. Dort kann man dann einen Jahresplan für die ausländischen Studenten einsehen und nachschauen, welches Fachgebiet für welchen Zeitraum noch zur Verfügung steht. Das ist natürlich ein großer Vorteil, denn dann weiß man genau, ob eine Bewerbung überhaupt noch Sinn macht oder nicht!
Des Weiteren findet man dort alle Infos, was man einzureichen hat. Die Bewerbungsunterlagen kann man dann ausdrucken und einschicken. Für Fragen steht Euch dann Ms Judy Goyen (auch telephonisch) jederzeit freundlich zur Verfügung und beantwortet Eure Mails sehr zügig.
Sobald man eine Zusage erhält, muss man alle notwendigen Unterlagen und Papiere per Post nach Sydney schicken. Dazu gehören u.a. ein in die englische Sprache übersetztes und beglaubigtes Führungszeugnis, eine Haftpflichtversicherung für Australien und der Dean´s letter- ein Empfehlungsschreiben vom Dekan. Diesen gibt es im Studentensekretariat der eigenen Uni. Hinzu kommen noch einige Bewerbungsformulare vom RNSH selbst. Die Bewerbungsgebühren beliefen sich auf ca. 400 $ für die acht Wochen in Sydney, die sich per Kreditkarte bezahlen lassen.
Für die Vergabe von Studienplätzen in Queensland ist die „Postgraduate Medical Education Foundation of Queensland“ (PMEFQ) zuständig. Auch hier findet Ihr alle Bewerbungsunterlagen auf der Internetseite und die Kosten belaufen sich auf ca. 400$ für die acht Wochen. Ansprechpartnerin ist Ms Mandy McLean , Student Coordinator/Finance Administrator , wobei man da sehr hartnäckig dran bleiben und öfters anrufen muss, weil die Universitäten dort zusammengelegt wurden und dadurch das Personal gewechselt hat. Da kann man schon mal längere Zeit auf eine Antwort warten. Organisatorisches
Wie gesagt, wenn man nur ein halbes Tertial in Australien arbeitet, dann beantragt man einfach ein Touristen-Visum und reist dann offiziell als Tourist ein. Es kostet etwa 15 bis 20 Euro und wird meist als elektronisches Visum innerhalb von drei Werktagen ausgestellt. Allerdings arbeitet man dann theoretisch illegal in Australien!
Wenn man ein ganzes Tertial dort machen möchte, dann empfiehlt es sich, das „Occupational Training Visa“ zu beantragen. Dafür muss man allerdings auch mehr Formulare einreichen - ein Röntgenthorax und eine ärztliche Untersuchung, die man aber nur bei bestimmten Ärzten bekommen kann und die ca. 140 Euro kostet und einen Impfstatus.
Manche, die ich hier getroffen habe, haben auch das „Working Holiday Visa“ für ihr PJ benutzt. Das gilt ein Jahr, kostet auch Geld und man kann es nur einmal im Leben beantragen. Mehr Infos gibt’s auf der Seite der Australischen Botschaft. Auf dieser Seite kann man das für den Einzelnen zuständige Konsulat ausfindig machen und anrufen; die telephonische Beratung ist sehr hilfsbereit und nett. Denkt auch daran, dass Euer Pass noch bis sechs Monate nach Eurer Rückkehr gültig sein muss!
(Anm.d.Red.: Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich unbedingt rechtzeitig im Vorfeld des geplanten Auslandsaufenthaltes bei der jeweiligen Botschaft des betreffenden Landes nach den aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen. Zudem sollte man hierbei erwähnen, dass man sich nicht zu Urlaubszwecken sondern zu einer medizinischen Tätigkeit im Rahmen seines Medizinstudiums im Land aufhalten werde.)
Es empfiehlt sich, den Flug sobald als möglich zu buchen. Man muss mit ca. 900 – 1.200 Euro rechnen. Fliegen kann man mit Quantas, Emirates, Singapore Airlines oder Thai Airways.
Zur Sprachvorbereitung würde ich das Buch „Medical English“ (Thieme) empfehlen und manche Unis hierzulande bieten auch einen Kurs „ Englisch für Mediziner“ an, in dem neben Anamneseerhebung unter anderem auch Krankheiten und Patienten vorgestellt und besprochen werden. Aber im Gunde braucht man keine Bedenken wegen der Sprache zu haben, man gewöhnt sich daran und wird auch mit der Zeit immer besser.
Es lohnt sich ein Handy mitzunehmen, da man sich dort dann eine australische SIM-Karte kaufen kann (z.B. 30 AU$ bei Vodaphone), inklusive eines Gesprächguthabens von 30 AU$, und man sich so günstig innerhalb Australiens verständigen kann, weil man ja immer Leute kennenlernt und zusammen Ausflüge unternimmt. Für Gespräche nach Deutschland empfehle ich die „Say g´day“ Telefonkarten (10$ = 4 Stunden Guthaben). Diese gibt’s fast in allen Lebensmittelgeschäften und Kiosken.
Ich würde auch auf jeden Fall ein Konto bei einer deutschen Bank eröffnen, die z.B. mit der „Westpack-Bank“ zusammen arbeitet, weil man dann bei der Westpack-Bank kostenlos abheben kann. Auch eine Kreditkarte ist immer gut, wenn man Innlandsflüge buchen und Autos mieten möchte.
Unterkunft Harbour Bridge in Sydney |
| Zu den Unterkünften in Sydney und Brisbane muss ich sagen, dass es bei beiden leider kein Studentenwohnheim der Universität für Studenten aus dem Ausland gibt. Ich habe meine Wohnung in Sydney mehrfach gewechselt und am Schluss in einem Schwesternwohnheim nahe der Klinik gewohnt, was aber vier Wochen nach meinem Aufenthalt abgerissen wurde. Es wurden mir aber von beiden Unis Listen mit Unterkünften geschickt, die man dann anrufen, oder, wenn man vorher von Deutschland aus buchen wollte, auch per Mail anschreiben konnte.
Die Unterbringungsmöglichkeiten sind breit gefächert. Bei den Privatunterkünften handelt es sich zum Teil um Familien, in die man richtig mit integriert wird, zum anderen aber auch um Privatleute, die einzelne Zimmer vermieten und Abendessen anbieten, ansonsten aber für sich bleiben. Ansonsten kann man sich in so einen Mix aus Pension/Hotel oder Jugendherberge einmieten, was insgesamt etwas teurer ist, man aber viel Kontakt zu anderen jungen Leuten verschiedener Nationalitäten findet.
Generell würde ich Euch raten, bei google.com.au („maps“) nachzuschauen, wie die Entfernung zum Krankenhaus ist, damit man ungefähr einschätzen kann, wie lange der morgendliche Anfahrtsweg und wie weit es zur nächsten U-Bahnstation ist.
In Brisbane hatte ich mir dann über australische Studenten, die ich im Krankenhaus kennengelernt habe, eine WG gesucht und dadurch eine Menge Spaß gehabt, weil ich viele Leute kennengelernt und dadurch mehr über das Leben der Australier erfahren habe. Die Mieten variieren zwischen 100 und 300 Dollar pro Woche und die Qualität kann auch sehr unterschiedlich sein. Ich denke, es ist mit das Beste, sich vor Ort eine Wohnung zu suchen und nicht von Deutschland aus zu buchen, weil man sonst vielleicht eine unangenehme Überraschung erlebt.
Freizeit/Leben Bondi Beach in Sydney |
| Wenn es irgendwie möglich ist, solltet Ihr vor oder nach dem PJ noch Zeit zum Reisen einplanen. Ich hatte einen Monat zum Reisen und der kam mir schon zu kurz vor! Australien ist ein geniales Land, die Landschaft ist einzigartig und man kann so viel machen. Ich will jetzt gar nicht auf die einzelnen Erfahrungen eingehen, aber am Besten nehmt Ihr einen „Lonely Planet“ oder einen anderen Reiseführer mit und schaut einfach, was in der Umgebung zu machen ist. Meistens bekommt man Tipps von anderen Studenten oder Backpackern und es fahren immer irgendwelche Busse oder Züge zu den Sehenswürdigkeiten.
Die Lebenshaltungskosten sind ähnlich wie in Deutschland. Lebensmittel im Supermarkt sowie Essen und Getränke in Restaurants als auch in Bars/Pubs sind ähnlich teuer. Auch Eintritte in Museen und die verschiedensten Sehenswürdigkeiten sind etwa so teuer wie bei uns.
Zu den Fluggesellschaften, bei denen man günstig Inlandsflüge buchen kann, gehören „Qantas“, „Virginblue“ und „Jetstar“. Die Flüge sind vom Preis her ähnlich wie bei „Ryan Air“. Die Buchungen gehen am einfachsten übers Internet und per Kreditkarte. Denkt generell daran, dass man immer doch mehr Geld ausgibt, als man vorher geplant hatte. Also plant gut Puffer ein, denn es ist immer schade, um die halbe Welt zu fliegen und dann vor Ort nichts machen zu können.
Arbeiten in Sydney (8 Wochen) Royal North Shore Hospital in Sydney |
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- Endokrinologie am Royal North Shore Hospital
Vor dem Begin meines Tertials erhielten alle Studenten eine Mail mit dem Treffpunkt für den ersten Tag. Dort eingetroffen, bekamen wir dann eine ausführliche Einweisung und Führung durch das Krankenhaus. Wir erhielten Krankenhausausweise, mit denen wir auch die Bibliothek benutzen konnten - diese war übrigens 24h am Tag und sieben Tage die Woche offen! Mit den Ausweisen konnten wir auch ins Internet. Es blieben wirklich keine Fragen offen und es wurde auch immer darauf hingewiesen, dass man immer Rücksprache mit dem Studentensekretariat halten könne, wenn irgendwelche Probleme auf Station auftreten sollten. Danach wurde man auf Station gebracht und dort dann erstmal allen vorgestellt. Mein Team war sehr klein. Es bestand aus einem Assistenzarzt und einem „Intern“ und beide waren mehreren Oberärzten zugeteilt. Es gab eigentlich keine feste Station, wir waren vorwiegend damit beschäftigt, Konsile auf anderen Stationen zu machen und Patienten in der „Outpatient-Clinic“ zu betreuen. Alles in allem war die Atmosphäre sehr gut und das „Bedside-teaching“ war wirklich hervorragend. Die Oberärzte wie Assistenzärzte nahmen sich sehr viel Zeit, Krankheitsbilder zu erklären oder Therapiepläne zu erläutern. Ich hatte keine festen Aufgaben wie zum Beispiel die Blutabnahme, denn dies wurde alles von den Schwestern erledigt. Das heißt, ich habe einfach sehr viel beobachtet und gesehen, aber nicht viel machen können oder müssen. Mein Tag fing um 8.00 Uhr morgens an und hörte so gegen 13.00 Uhr mittags auf. Aber das konnte auch variieren, denn wenn es eine interessante Vorlesung oder Fortbildung gab, bei der es übrigens immer Essen gibt, bin ich auch länger geblieben. Leider konnte ich nicht viel auf Station machen, da wir, wie gesagt, keine eigene Station hatten und nur von Station zu Station gegangen sind, um Konsile zu machen und um Patienten ambulant zu betreuen. Darum bin ich oft nur den Oberärzten gefolgt und habe manchmal Patienten körperlich untersucht und Laboranforderungen ausfüllen können. Es war also von der praktischen Erfahrung nicht besonders lehrreich, aber ich hatte die Gelegenheit viele Krankheitsbilder zu sehen und deren Therapie mit zu verfolgen. - Emergency Department am Royal North Shore Hospital
Mein Arbeitstag im Emergency Department war sehr unterschiedlich zu der Arbeit auf der endokrinologischen Station, denn ich konnte im ED sehr viel mehr machen! Ich habe vom ersten Tag an Patienten aufgenommen, untersucht, Labor- und weiterführende Untersuchungen angefordert, Therapievorschläge aufgestellt und den Patienten einem Oberarzt vorgestellt, der mit mir dann alles besprochen und mit mir zusammen den Patienten noch mal untersucht hat. Hierbei wurde mir auch eine weiterführende Therapie und deren Schwierigkeiten erklärt. Wahnsinn! So, wie man sich das in Deutschland wünschen würde. Des Weiteren konnte ich auch bei den Traumapatienten aushelfen. Durch meine praktische Erfahrung wurden mir auch mehr und mehr Aufgaben zugeteilt und Verantwortung übergeben. Alles in allem habe ich sehr viel gesehen und gelernt.
Arbeiten in Brisbane (8 Wochen) Royal Brisbane Hospital in Brisbane |
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- Kardiologie am Royal Brisbane Hospital
In Brisbane war leider mein erster Tag nicht so organisiert wie in Sydney, weil ich keine Ahnung hatte, wo ich mich melden sollte oder wem ich zugeordnet war. Aber nach dieser kleinen Startschwierigkeit wurde alles durch die enorme Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Sekretärinnen ausgeglichen. Ich wurde einem Oberarzt zugeteilt, habe aber meistens mit den „Interns“ und den Assistenzärzten zusammengearbeitet.
Mein Arbeitsalltag bestand darin, den Ärzten bei den Visiten zu folgen und Patienten nach zu untersuchen. Ich hatte die Gelegenheit viele Herzfehler zu hören, Krankheitsbilder zu sehen und Therapiepläne zu verfolgen, aber praktisch war wenig zu tun oder zu lernen. Ich konnte auch mit in das Herzkatheter-Labor, dort bei den Eingriffen zusehen und jeder Arzt hatte immer die Zeit und die Geduld, mir Fragen zu beantworten oder Ablaufe zu erklären.
Mein Arbeitstag fing um 9.00 Uhr morgens an und ging meistens bis 13.00 Uhr mittags. Zusammenfassend kann ich hier sagen, dass ich auf Station sehr wenig praktisch lernen oder machen konnte, da die „Interns“ und „Registrars“ alles erledigten und ich eigentlich nur
Blutuntersuchungen und Röntgenscheine ausfüllen konnte. Aber ich hatte öfters die Gelegenheit, die Herzgeräusche der Patienten abzuhören und dann die Krankheitsbilder mit den Oberärzten zu besprechen und deren Therapie mit zu verfolgen.
Aus-/Weiterbildung „down under“ Die Australier beenden meist schon mit 17 Jahren die Schule und beginnen dann zu studieren:
- 2 Jahre: general studies/sciences (hier liegt der Schwerpunkt auf naturwissenschaftlichen Fächern)
- 4 Jahre: medical school
- 1 Jahr: internship
- 4 Jahre: residency
- 1 Jahr : fellowship (meist freiwillig)
Die Gesundheitsversorgung ist ähnlich wie in Deutschland. Fast jeder Australier ist über den Staat versichert, wobei viele sich gleichzeitig noch zusätzlich oder ausschließlich privat versichern. Der Anteil an „Private Hospitals“ ist ziemlich groß, auch an das Royal North Shore Hospital ist ein privates Krankenhaus angeschlossen.
Es war sehr erstaunlich zu sehen, wie reibungslos das auf lokale Allgemeinmediziner bauende System funktionieren kann. Nur die Wartezeiten für manche Untersuchungen sind für deutsche Verhältnisse erschreckend lange.
Fazit In den Everglades |
| Alles in allem war es eine wahnsinnig schöne Zeit in Australien. Ich habe eine Menge nette Leute kennengelernt und viel Neues gesehen.
Ich denke, ich habe viele Erfahrungen im Krankenhaus gemacht. Vielleicht hätte ich in Deutschland sicher mehr gelernt und mich auch besser für das Examen vorbereiten können, aber ich hätte dann auch wesentlich mehr Zeit mit Blutabnahmen und Antibiosen aufziehen verbracht.
Des Weiteren war für mich diese Zeit sehr wichtig, um einfach herauszufinden, ob ich in Australien bleiben könnte oder ob es mich doch wieder nach Deutschland ziehen würde. Ich muss sagen, dass, obwohl dieses Land unendlich viel zu bieten hat, es eben doch sehr weit von Europa entfernt ist und man nach fünf Monaten anfängt, bestimmte Sachen zu vermissen.
Aber mein Rat an Euch: Wenn Ihr nach Australien wollt, dann lasst Euch nicht von Visumsformalitäten und Bewerbungsaufwand abschrecken, denn in zehn Jahren werdet Ihr Euch nicht mehr an den enormen Aufwand erinnern, sondern nur noch an die schöne Zeit, die Ihr in Australien hattet.
Viel Glück!
A., C. Stipendiat/-in der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG
Mannheim, Januar 2008
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