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Durban? Kenn' ich. Wirklich? Schön! Dies konnte ich von mir nicht behaupten, als in mir der Entschluss reifte, mein Chirurgie- Tertial in Südafrika zu verbringen. Aber, nun gut ... Da war diese frühere Famulatur in Westafrika, meine erste Berührung mit diesem Kontinent. Und dann gab es diese Chance, ans Addington Hospital nach Durban zu gehen. Ich griff zu. Warum gerade nach Südafrika – nach Durban?
Zutaten für eine erfolgreiche Anreise
Besser wohnen
Nelson R. Mandela School of Medicine
Meine Tätigkeit am Addington Hospital
Leben in Durban
Wunderschönes Südafrika
Fazit
Warum gerade nach Südafrika – nach Durban? Durban Skyline |
| Zum Einstieg sollte ich kurz darlegen, was mich dazu bewegte, Durban trotz aller Unwissenheit Teil meines Lebens werden zu lassen – wie sich das für einen ordentlichen Erfahrungsbericht wohl gehört.
Mein Interesse zu Afrika blühte nach einer Famulatur in Togo, Westafrika, auf, einem Dritte Welt Land, in dem medizinische Standards nur schwer mit deutschen Maßstäben zu messen sind und sich Gesellschaft und Kultur auf so viele Weisen von sich mir bis dahin Bekanntem unterschieden. Von da an stand für mich fest, dass diese Reise nicht die letzte gewesen sein sollte, die ich auf diesen geschichts- und facettenreichen Kontinent unternehmen wollte. Und da das PJ ohne Zweifel einen guten Rahmen bietet, um Land und Gesellschaft aus einem ganz besonderen Blickwinkel kennen zu lernen, war klar: PJ und Afrika – das passt gut zusammen.
Der endgültige Entschluss für Südafrika wiederum fiel relativ spät. Doch das Schwellenland Südafrika, von dem man mit wechselnd entschuldigendem oder stolzem Unterton als Land hört, in dem Erste auf Dritte Welt trifft und das in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle auf dem afrikanischen Kontinent einnimmt, erschien mir reizvoll. Nicht zuletzt auch, weil ich von zwei Kommilitonen mit überaus positiver Südafrikaerfahrung begleitet wurde.
Die Wahl fiel letztlich auf Durban, weil Kapstadt als von deutschen PJ’lern überlaufen gilt und Durban günstiger und vermeintlich sicherer als Johannesburg ist. Die Lage am Indischen Ozean und die v.a. im Vergleich zu Kapstadt erheblich kürzere Vorlaufzeit waren zwei weitere Pluspunkte.
Zutaten für eine erfolgreiche AnreiseLos ging’s ca. fünf Monate vor Tertialbeginn mit einer formlosen Email und der Frage nach freien Plätzen in der Chirurgie. Die „foreign elective officer“ der University of KwaZulu Natal bzw. der Nelson R. Mandela School of Medicine geben freundlich Auskunft, mal mehr, mal weniger koordiniert und haben v.a. auch vor Ort ein offenes Ohr für alle großen und kleinen Probleme. Der erste Verweis ging auf die Homepage der University mit Informationen rund ums „final year elective“ und Formularen, die es für eine Bewerbung auszufüllen gilt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich rechtzeitig kümmern, da laut Kleingedrucktem mit einer Bearbeitungszeit von bis zu vier Monaten gerechnet werden muss.
An Kosten kamen 4.000,- R Studiengebühren für den Zeitraum von vier Monaten sowie 165,- R für die Registrierung bei der Südafrikanischen Ärztekammer HPCSA auf mich zu. Beides ist im Voraus zu zahlen und bei der Bewerbung unbedingt eine Kopie des Überweisungsbelegs beizulegen. Auskünfte zur „study permit“, dem fürs PJ nötigen Visumstyp, gibt’s auf der Homepage der Südafrikanischen Botschaft (siehe Weiterführende Links), die mit einem separaten Informationsschreiben bestens für Anfragen deutscher Medizinstudenten gerüstet ist.
Neben allerlei Formularen und Kopien - u.a. Zusage der südafrikanischen Universität, Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel, polizeiliches Führungszeugnis, Gesundheitsattest - sind noch eine Barhinterlegung von 767,- € und eine Antragsgebühr von 52,- € nötig, um den zuständigen Sachbearbeiter zum Ausstellen eines Visums zu bewegen. Wer in Bayern oder Baden-Württemberg gemeldet ist, wendet sich an das südafrikanische Generalkonsulat in München, für den Rest Deutschlands ist der große Bruder in Berlin zuständig. Die Barhinterlegung gibt es nach fristgerechter Ausreise zurück.
Stellt auf jeden Fall sicher, dass das Visum korrekt ausgestellt wurde und nicht etwa vor Tertialende oder dem geplantem Abflug endet. Denn das „Department of Home Affairs“ in Durban mag vielleicht ganz nett anzuschauen sein, doch nach dem zweiten Nachmittag, den man dort verbringt, gibt es nichts mehr neues zu entdecken und spätestens bei Besuch Nummer vier kann auch der geduldigste Antragsteller diesem Ort nur noch schwer etwas positives abgewinnen. Und Einschreiben-Rückumschlag nicht vergessen!
Nachdem ich nach knapp vier Wochen mein Visum in der Tasche hatte, ging es ab ins Reisebüro meines Vertrauens, das einen Flug für 780,- € für mich im Angebot hatte.
Besser wohnenÜber die Homepage der „Med School“ gelangt man an eine zusammengetragene Adressliste, die einen ersten, guten Überblick über Wohnmöglichkeiten bietet. Als ideal für alle Klinikumsstandorte wird der „Bluff“ angesehen, ein Stadtteil im Süden Durbans, der als relativ sicher gilt und dessen Attraktivität wohl vor allem auf seiner Strandlage an der Südküste beruht. Ich persönlich kann die „Avery Lodge“ guten Gewissens empfehlen. Ich selbst hatte mich für die erste Zeit in „Anstey’s Beach Backpackers“ eingemietet, was sich als guter Ausgangspunkt zum Knüpfen von Kontakten herausstellte.
Der Stadtteil „Bluff“ ist überschaubar, man kennt sich und so kam ich dann auch zu meiner endgültigen Bleibe, einem Haus mit drei Schlafzimmern und Meerblick, das ich mit zwei Kollegen bezog. An Miete haben wir insgesamt 6.000,- R plus wenige hundert Rand für Strom und Wasser gezahlt. Neben dem „Bluff“ gibt es natürlich auch näher am Stadtzentrum schöne Wohngegenden, z. B. „Glenwood“, „Musgrave“, „Essenwood“, „Berea“ oder „Morningside“.
Besonders im Dezember und über die Weihnachtsfeiertage, wenn die Strände von Durban Unmengen an Entspannungs- und Feierwütigen aus „Gauteng“ und dem Freistaat anlocken, gilt es sich zu kümmern und auf die Preise zu achten um nicht abgezogen zu werden.
Neben den von der Universität zur Auswahl gestellten Unterkünften, den Angeboten in der lokalen Presse, an schwarzen Brettern in Einkaufszentren, auf dem Campus und an Backpackertheken, gibt es im „Addington Hospital“ auch die Möglichkeit, sich in die sog. „Doctor’s Quarters“ einquartieren zu lassen. Diese eher schlicht gehaltenen Unterkünfte befinden sich direkt hinter dem Krankenhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite und sind zwar in erster Linie den „Interns“ (junge Assistenzärzte) vorbehalten, doch wenn Kapazitäten frei sind, findet sich auch für „foreign final years“ ein Bett.
Unabhängig von der Wohnortwahl, empfiehlt es sich, über die Anschaffung eines Autos nachzudenken. Durban ist ziemlich weitläufig und ein eigenes Auto ist die sicherste und komfortabelste Alternative zum Stadt- und Minibussystem. Ich hatte mit zwei Kollegen das Auto einer abreisenden PJ- Kollegin gekauft. Zum Knüpfen von Kontakten und Informieren, wer sich zur Zeit vor Ort befindet, bieten sich z. B. diverse Gruppen im „StudiVZ“ an. Natürlich gibt es auch eine reichhaltige Auswahl an Autovermietungen am Flughafen, die z. T. auch günstigere Langzeitverträge oder Kauf-Rückkauf-Optionen im Angebot haben. Mit 100,- R pro Tag ist hier aber auf jeden Fall zu rechnen.
Nelson R. Mandela School of Medicine Addington Hospital |
| Der erste Tag stand im Zeichen der Organisation. Laut Infoschreiben sollte man sich um acht Uhr morgens im „Elective Office“ der „Med School“ melden. Ganz kurz: die „Med School“ ist an das „King Edward’s Hospital“ angeschlossen, liegt zwischen Sydney- und Umbilo-Road und die beiden „foreign elective officer“ erwarten Euch im schwer zu übersehenden „Mpala-Building“ am Südeingang. Wer um 8.00 Uhr da ist, gut, wer um 9.00 Uhr da ist, besser, denn dann hat man sich schon eingelebt in Durban und muss auch nicht warten, bis das Büro aufmacht.
Personalausweis und „Acceptance Letter“ mitbringen, dann wird Schreibkram erledigt und man bekommt ein Häuschen weiter seinen Chipkarten-Studentenausweis. Mit ihm kommt man durch die Drehkreuze auf alle Campi und man kann PC-Pools nutzen, z. B. im ersten Stock der Med School. Die netten indischen IT- Spezialisten aus dem verspiegelten Glaskasten helfen gerne weiter beim Einrichten eines Internet- Accounts. Auch Drucken und Scannen ist hier kein Problem.
Meine Tätigkeit am Addington Hospital Outpatients Department |
| Das Addington Hospital ist ein eindrucksvoller, großzügig angelegter Backsteinbau, der seine besten Zeiten jedoch hinter sich hat und sich somit auf sympathische Art und Weise in die sich in ähnlicher Verfassung befindende Umgebung am gleichnamigen Strand einfügt.
Über den Mitarbeiter-Eingang auf der Gebäuderückseite führte mich mein erster Weg ins „Security-Office“ im Erdgeschoss gleich neben dem Eingang. Natürlich kommt man auch mit entschlossenem Blick und Stethoskop oder auch einfach dem Studentenausweis durch die Kontrolle am Haupteingang an der Beachfront. Dann eben durch die anfangs unübersichtlichen Gänge zu den Sicherheitsleuten durchfragen. Dort gibt’s eine papierene Zugangsberechtigung fürs Krankenhaus oder, falls die seit Monaten defekte, ominöse Maschine wieder funktioniert, einen schmucken Mitarbeiter-Ausweis.
Falls Ihr mit dem Auto unterwegs seid, ist es nicht verkehrt, auch nach bewachten Mitarbeiterparkplätzen zu fragen.
Danach geht’s ab in den „Matron’s Complex“, sprich die Treppe in der Haupthalle mit den Aufzügen hoch in den ersten Stock. Papierkram erledigen. Wer nett fragt, wird noch in die Wäscherei begleitet, wo es zudem einen weißen Kittel gibt, bevor es auf Station geht.
Wenn man mal verloren geht oder irgendwelche Probleme auftauchen – fragen, fragen, fragen. War die Sprachbarriere erst einmal überwunden, zeigte sich jeder im Rahmen seiner Kenntnisse hilfsbereit und freundlich.
Die „Trauma-Unit“, auf der ich meine Zeit verbrachte, ist neben der neu renovierten „Casualty“, der medizinischen Notaufnahme, Teil des „Accident & Emergency Departments“, kurz „AnE“. Der Tag begann offiziell um 8.00 Uhr morgens und endete gegen 16.00 Uhr. Offiziell. Die Mitarbeiter waren nicht, wie z. B. im King Edward’s Hospital, in farbkodierten Teams organisiert, sondern Ärzte, Interns und Pflegepersonal rotierten größtenteils durch Tages- und Nachtdienste der beiden Einheiten.
Mein Tätigkeit bestand im Wesentlichen aus dem Untersuchen von Patienten mit anschließender Erstellung eines Diagnose- und Behandlungsplans. Dahinter verstecken sich Blutentnahmen, das Legen von Zugängen und Thoraxdrainagen, Anforderung und Interpretation von Röntgenbildern, Wund- und Frakturversorgung. Alles in Absprache mit oder unter Anleitung von erfahreneren Kollegen, wozu im Gegensatz zu Diensten in Deutschland immer Zeit war.
Zu versorgen galt es je nach Tages- oder Nachtzeit neben sturzbedingten Frakturen oder Stauchungen v. a. die „Durban Big Five“: Minibusunfälle sowie Schnitt-, Stich-, Schuss- und Bisswunden an allen erdenklichen Körperpartien. Wer bereits viel Erfahrung hat und es sich zutraut, kann hier eigenverantwortlich viel praktische Arbeit verrichten, wer noch nicht soviel praktisches Wissen mitbringt, kann hier auf jeden Fall Erfahrungen sammeln. Auch die Arbeit in anderen Abteilungen Eures Interesses ist nach Absprache normalerweise ohne Probleme möglich.
Leben in Durban Downtown Durban |
| Da mir im Vorfeld meiner Reise und auch nach meiner Rückkehr stets zuerst die Frage nach dem Sicherheitsaspekt gestellt wurde, möchte ich hierauf kurz eingehen. Obgleich die Kriminalitätsstatistiken für ganz Südafrika seit Jahren eine Rückläufigkeit der Verbrechen zeigen, liegt das Niveau weit über dem deutschen. Zeitungsberichte und Krankenhausalltag zeigten, dass Verbrechen und Gewalttaten in Durban an der Tagesordnung sind und vor allen Dingen die Schwelle zur Gewalt weitaus niedriger zu liegen scheint als anderswo. Ein in Kapstadt lebender und bereits in Johannesburg und Durban tätig gewesener Polizist ordnete die Sicherheitslage in Durban „irgendwo in der Mitte zwischen Jo’burg und Kapstadt“ ein.
Man mag sich aufgrund der weniger international touristisch geprägten Stadt nicht ganz so frei bewegen können wie in Kapstadt, doch es gibt auch laut Tourismusbüro keine wirklichen „no-go-areas“ und generell mag gelten, was in jeder Millionenstadt gilt: Vorsicht ist angebracht, Paranoia aber völlig fehl am Platz.
Man sollte sicherlich etwas auf die Einschätzungen und Ratschläge der Einheimischen geben, dennoch sind meiner Meinung nach v.a. die häufig überzogenen Sicherheitsvorstellungen weißer Vorstadtbewohner, die gerne mit Hautfarben-assoziierten Vorbehalten garniert serviert werden, mit äußerster Vorsicht zu genießen.
Wer sich selbst ein- und den Rest der Welt aussperrt, der mag vielleicht schöne Monate in von meterhohen Mauern umgebenen, stacheldrahtverzierten Pools und an bewachten Stränden verbringen, doch darf für sich nicht den Anspruch erheben, überhaupt nur eine vage Idee des Lebens in Durban oder Südafrika bekommen zu haben. Letztlich gilt wohl die talkshowtaugliche wie versöhnliche Weisheit, dass jeder seine eigenen Grenzen finden muss und nichts tun sollte, bei dem er sich nicht sicher fühlt.
Entschließt man sich, sein trautes Heim zu verlassen, so gibt es laut Tourismusbüro 101 Dinge in Durban zu tun. Trotz alledem kann das kulturelle Angebot des ehemaligen „South African Playground“ wohl nicht ganz mit selbigem der „Mother City“ Kapstadt mithalten. Dennoch gibt es neben dem Surfen, der Hauptbeschäftigung vieler „Durbanites“, den einen oder anderen netten Zeitvertreib. Zu empfehlen sind z. B. die „Wilson’s Wharf“ und das „BAT-Centre“. Beide sind am Hafen gelegen, ersteres ist ein Essens-, Einkaufs- und Entertainment Komplex, zweites ein afrikanisches Kulturzentrum mit „Craft-Shops“, Restaurant und Live-Musik freitags und sonntags.
Wer auf Jazz steht, dem sei auch die „Zulu-Lounge“ in der Innenstadt empfohlen sowie die „After-Work-Gigs“ im „Shepstone-Building“ jeden Mittwoch auf dem Uni-Campus. Nicht ganz so regelmäßig, aber äußerst sehenswert, sind die Tanz- oder Theateraufführungen der „Drama-Group“ auf dem Campus.
Eine reichhaltige Restaurant- und Clubauswahl gibt es auf der Florida Road und der Davenport Road – beides sichere Ausgehgegenden, die vorwiegend von europäisch- und indischstämmigen Feierwütigen geschätzt werden, mir aber nicht 100 prozentig zugesagt haben.
Wer auf Reggae steht, der darf das „Cool Runnings“ nicht verpassen, wo man vor allem zu späterer Stunde und am Wochenende gepflegt mit Locals und Rastafaris in entspannter Atmosphäre abhängen, tanzen oder Pool spielen kann. Jeden Donnerstag ist offener „Drum Circle“. Nicht vom ersten Eindruck der etwas finsteren Nachbarschaft und den Handel treibenden Herren auf der Straße verschrecken lassen.
Wunderschönes Südafrika Szene Transkei |
| Durban ist definitiv ein perfekter Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Trips ins nahe und nicht ganz nahe Umland. Wer die südafrikanische Flora und Fauna kennen lernen will, dem sei nördlich von Durban St. Lucia mit seinen „Wetlands“ sowie der „Hluhluwe-Imfolozi Game Park“ ans Herz gelegt. Tiere, Natur, mehr Tiere, dummerweise auch Plasmodien. Für Safaris also besser Peaceful Sleep und Doxy einpacken, ebenso wenn’s weiter nördlich nach Mosambique oder ins östliche Swaziland geht.
Die „Drakensberge“ im Westen lassen Hikerherzen höher schlagen, bieten ein wundervolles Panorama und sind guter Ausgangspunkt bzw. Zwischenstopp für Reisen nach Lesotho.
Das ländliche Leben lässt sich hervorragend entlang der Wildcoast, v.a. in der Transkei erleben – meiner Meinung nach einem der schönsten Landstriche Südafrikas.
Fazit Xhosa Hütte – Wild Coast |
| Ich fühlte mich im Krankenhaus sehr wohl. Die Kollegen hatten mich als selbigen voll akzeptiert, zeigten sich kommunikativ und interessiert und gaben mir viel Freiraum.
In Durban selbst fühlte ich mich trotz aller Horrormeldungen nie unsicher und habe die alles in allem sehr relaxte Atmosphäre sehr genossen. Die „rainbow nation“, die sich in dieser Stadt nicht zuletzt aufgrund der großen indischstämmigen Gemeinschaft von einer besonders bunten Seite zeigte, hat mich überzeugt und die Schönheit des Landes hat mich in ihren Bann gezogen.
Mein Aufenthalt gewährte mir Einblick in eine Gesellschaft, die noch mit den Auswirkungen der Apartheid zu kämpfen hat, den Weg zu einer Gemeinschaft mit gemeinsamen Moralvorstellungen noch nicht zu Ende gegangen ist und dennoch im Kontakt mit Einzelnen ihr Potential zeigte, das sie hoffentlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten fähig sein wird, in vollem Maße zu nutzen.
Wenn Eure soziale und finanzielle Situation es Euch irgendwie erlaubt, ein Tertial Eures PJ im Ausland zu verbringen – greift zu! Ihr werdet, vorausgesetzt Ihr wählt nicht gerade die Schweiz als Euer Zielland aus, sicherlich mit unvergesslichen Erlebnissen und Erfahrungen belohnt werden. Ich für meinen Teil kann Südafrika, Durban und das Addington Hospital auf jeden Fall empfehlen.
B., C. Stipendiat/-in der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG
Gießen, Mai 2007
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