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Erasmus, Instituto Superior Ciencias Médicas, Santiago de Cuba, Kuba
(Es ist ganz normal, daß man alle paar Wochen die 'Nase voll hat'., 27.09.1998 - 10.09.1999)

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Für die Planung eines solchen Aufenthaltes ist mindestens ein Jahr als Vorbereitungszeit zu empfehlen, da gerade in Kuba oft alles etwas länger dauern kann, man sich aber auch beim DAAD ein Jahr im voraus um ein Stipendium bewerben muß (wenn man das vorhat). In meinem Fall erhielt ich eine inoffizielle Zusage im Februar '98, die offizielle schriftliche Zusage leider erst 6 Wochen vor meiner Abfahrt dank der Nachfrage direkt vor Ort eines von der Fakultät unabhängigen Ansprechpartners, da man es in Santiago von sich aus nicht für nötig befand, eine offizielle Bestätigung zu schicken.

Vorbereitung des Studienaufenthaltes
Sprache und Landeskunde
Aufenthaltsgenehmigung
Immatrikulation
Anerkennung der Leistungsnachweise
Lehrbücher, Uniform, Kurse
Lernen
Wohnen
Zahlungsverkehr
Reisegepäck
Freizeit
Allgemein
Resümee

Vorbereitung des Studienaufenthaltes

Vom 27.09.98 bis 10.09.99 habe ich ein Jahr als Medizinstudentin des 4. Studienjahres, als Famulantin in einem gynäkologischen Krankenhaus und als Doktorandin am Instituto Superior Ciencias Médicas, Facultad #1 (ISCM), Santiago de Cuba, verbracht.

Dieser Aufenthalt war als Pilotprojekt auf der Grundlage eines bestehenden Austauschvertrages zwischen der Universität Rostock und dem ISCM Santiago de Cuba geplant, da ich als erste Studentin aus Rostock den Vertrag nutzte. Aufgrund des Vertrages mußte ich für die Lehre keine Studiengebühren (ca. US $ 8.000 incl. Kost & Logis), sondern nur für Unterkunft und Verpflegung (US $ 12 / Tag) zahlen.

Für die Planung eines solchen Aufenthaltes ist mindestens ein Jahr als Vorbereitungszeit zu empfehlen, da gerade in Kuba oft alles etwas länger dauern kann, man sich aber auch beim DAAD ein Jahr im voraus um ein Stipendium bewerben muß (wenn man das vorhat). In meinem Fall erhielt ich eine inoffizielle Zusage im Februar '98, die offizielle schriftliche Zusage leider erst 6 Wochen vor meiner Abfahrt dank der Nachfrage direkt vor Ort eines von der Fakultät unabhängigen Ansprechpartners, da man es in Santiago von sich aus nicht für nötig befand, eine offizielle Bestätigung zu schicken.

In einer Bewerbung ist genau anzugeben, welche Kurse (Themen und Stundenzahl) man absolvieren möchte. Nachweise über bereits im Studium erbrachte Leistungen sind ebenfalls beizulegen. Dokumente oder Briefe nach Cuba sollten möglichst gefaxt oder jemandem persönlich mitgegeben werden. Das erhöht deutlich die Chancen, daß die Briefe ankommen (ein Brief braucht ca. 3 Monate). Mittlerweile ist auch die E-mail als Kommunikationsmittel sehr nützlich. Bei Nichtbeantworten der Briefe von kubanischer Seite sollte man ruhig mehrmals Faxe und e-mails schicken. Manchmal bedarf es einer Erinnerung, daß man auf Antwort wartet.

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Sprache und Landeskunde

Vorbereitet habe ich mich mit allgemeiner Literatur über Kuba, Lateinamerika und das Gesundheitssystem in Kuba. Für die sprachliche Vorbereitung habe ich an dem Spanischkurs UNICERT I am Sprachenzentrum teilgenommen. Am nützlichsten waren davon die grammatikalischen Grundlagen, die den Einstieg in die spanische Sprache etwas erleichterten. Durch die Vorlesungen, die mindestens einmal wöchentlich stattfindenden mündlichen Prüfungen und dank der Hilfe kubanischer und lateinamerikanischer Kommilitonen machte ich dann schnell Fortschritte, zumal man sich in Kuba nur in Spanisch verständigen kann!!! Fachsprachlich gab es weniger Probleme als in der Alltagskommunikation, da die spanischen medizinischen Ausdrücke den lateinischen sehr ähnlich sind.

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Aufenthaltsgenehmigung

Wenn möglich, dann sollte man sein Visum für Studenten (!) mehrere Wochen vor der Ausreise, je nach Wohnort, in der Kubanischen Botschaft in Bonn oder Berlin beantragen (lange Bearbeitungszeit). In Santiago wurde mir ein "Carné de Identidad" mit der Gültigkeitsdauer von einem Jahr ausgestellt. Damit konnte man einige Dinge (Museen, Zugfahrkarten, etc.) in kubanischen Peso bezahlen. Das Auslandsamt der Fakultät hat die Beantragung dieses Ausweises für mich übernommen. Dieser Ausweis wird immer bei einer begründeten Aufenthaltsdauer länger als drei Monate ausgestellt. Beim Verlassen Kubas muß man eine Aus- und Wiedereinreise-Genehmigung, bzw. endgültige Ausreisegenehmigung (US$ 25.00) beantragen.

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Immatrikulation

Meine Einschreibung wurde vom Auslandsamt in Santiago de Cuba vorgenommen. Man sollte auf einem Dokument bestehen, in dem bestätigt wird, daß man als Student mit gleichen Rechten und Pflichten wie die dortigen Studenten eingeschrieben ist. Im Land und auch für eine Anerkennung des Jahres in Deutschland ist dieses Dokument sehr wichtig. Abgesehen von meiner Einschreibung war ich auf meine Eigeninitiative und meine Kommilitonen angewiesen, da mir zum Unialltag keinerlei Einweisung gegeben wurde (Bibliotheksbenutzung, Studentenausweis, Benutzung des Computerlabors, e-mail (dort etwas schwieriger zugänglich, da man einen extra Auslandszugang braucht), Notensystem, Kauf eines Medizinerkittels). Da ich in keiner offiziellen Liste registriert war, gab es immer wieder Probleme bei Klausuren, Kauf eines Medizinerkittels, Bibliotheksbenutzung, etc..

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Anerkennung der Leistungsnachweise

Wenn man auf die Anerkennung der Leistungsnachweise in Deutschland Wert legt, dann sollte man dies bereits vorher vom Landesprüfungsamt (LPA) überprüfen und sich schriftlich bestätigen lassen. In meinem Fall wurden mir alle Scheine und die Famulatur anerkannt. Es ist wichtig, sich die absolvierten Kurse mit allen Details in Kuba bestätigen zu lassen.


Lehrbücher, Uniform, Kurse

Da die Lehrbücher von 1980-85 oder älter sind und es keinen Internet-Zugang gibt, ist man für aktuelle Information auf die Professoren angewiesen. Für das jeweilige Studienjahr kann man die Bücher in der Bibliothek ausleihen. Einige kann man auch in Buchläden kaufen.

Eine weiße Bata (ein kurzer Kittel) ist obligatorisch. Als Ausländer darf man in Santiago Hosen und Röcke jeder Farbe dazu tragen. Man sollte sich 3-4 leichte weiße Kittel mitbringen, da der Kauf sich als sehr schwierig gestaltet. OP-Kleidung wird vom Krankenhaus ausgeliehen, für das Waschen ist man selber zuständig. Aufgrund der häufigen Knappheit lohnt es sich hier ebenfalls, ein bis zwei Garnituren mitzubringen.

Das Medizinstudium ist ähnlich wie in Deutschland eingeteilt. Das 6. Studienjahr entspricht dem Praktischen Jahr in Deutschland, danach muß ein Staatsexamen als Abschluß des Studiums absolviert werden. Ab dem 3. Studienjahr hat man täglich Unterricht im Krankenhaus: Anfertigen von Anamnesen, Betreuung von Patienten und Vorlesungen. Im 6. Studienjahr ist man für die Arbeit des 3.-5. Studienjahres verantwortlich. Die Benotung findet von 2-5 statt (2 nicht bestanden, 5 sehr gut).

Im 4. Studienjahr wird z.B. Pädiatrie gelehrt, ein 15 Wochen dauernder Kurs, als Rotation bezeichnet. Die Pädiatrie ist in neun Subrotationen aufgeteilt, die in den entsprechenden Abteilungen ('Salas') stattfinden. Eine Subrotation dauert 1-3 Wochen. Am Anfang einer Subrotation wird der Lerninhalt mitgeteilt und am Ende einer Woche findet eine mündliche Überprüfung der Kenntnisse statt. Am Ende der Rotation findet eine praktische und theoretische (schriftliche) Prüfung statt, die bestanden werden muß. Die Note kann noch durch die Noten der Subrotation aufgebessert werden.

Alle Kurse sind sehr praxisbezogen, insbesondere der Gynäkologiekurs. Man ist zu Nachtwachen im Kreissaal verpflichtet und lernt dabei auch, bei Geburten zu helfen.

Der Lernerfolg hängt von der Eigeninitiative ab. Die Professoren gehen auf den Wunsch nach Weiterbildung gerne ein und zusätzliche, studienbegleitende Praktika sind in allen Fächern möglich.

Das kubanische Medizinstudium und auch die Medizin haben einen guten Ruf. Mich störte jedoch, daß das Bestehen der Prüfung immer von der exakten Wiedergabe der Vorlesungsmitschriften oder einschlägigen Lehrbücher abhängig war.

Die hygienischen Bedingungen und ebenso die Ausstattung in kubanischen Krankenhäusern entsprechen nicht unserer europäischen Vorstellung. Ich habe in diesem Jahr jegliche Arztbesuche vermieden.

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Lernen

In Kuba ist es nicht üblich, daß sich in Studentenunterkünften Schreibtische befinden. Einen ruhigen Platz zum Lernen findet man nur selten, wenn man in der Fakultät untergebracht ist. Dieser Punkt spricht ebenfalls dafür, privat zu wohnen.


Wohnen

Angeblich ist die Unterkunft im Studentenwohnheim mit der Immatrikulation am ISCM von Santiago de Cuba verpflichtend, also auch die Zahlung von 12 USD pro Tag. Die Wohnbedingungen (2-3er Zimmer) und die Essensqualität entsprechen aber nicht dem überhöhten Preis. Man sollte vorher klären, ob es nicht auch möglich ist, privat zu wohnen, da es privat wesentlich billiger und angenehmer sein kann (Casa particular).

Die Essensqualität kann durch das Essen in einem sogenannten "Paladar" (ein privates Restaurant) aufgebessert werden. Lebensmittel sind auch in Dollargeschäften (z.B. Cubalse, Tiendas Panamericanas) bei geringer Auswahl sehr überteuert erhältlich. In kubanischen Peso kann man auf dem Markt auch Obst und Gemüse kaufen. Qualität und Auswahl sind gering.

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Zahlungsverkehr

Als Ausländer kann man in Kuba USD-Konten bei den Banken einrichten. Es sind Überweisungen über bestimmte Banken von Deutschland aus möglich. Die Kontoführung ist kostenlos, für die Auflösung des Kontos zahlt man US$ 4. Die verschiedenen Angebote der Banken sollte man vergleichen.Ich habe für die erste Zeit US$ in Travellerschecks mitgenommen. Bezahlen und Geldabheben mit Kreditkarten ist problemlos. American Express oder durch US-Banken ausgestellte Travellerschecks und Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

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Reisegepäck

Grundsätzlich sollte man beim Packen davon ausgehen, daß nur selten etwas ohne Probleme zu erhalten ist. Tauchsieder oder Wasserkocher (110 Volt), Wasserreinigungstabletten, Taschenmesser, Besteck, (Becher), kleine Handbürste (zum Wäschewaschen oder anderes sehr gut geeignet), Vorhängeschloß, Fahrradschloß, deutsche Briefmarken, Thermoskanne (insbesondere im Juli/August sehr angenehm, um kaltes Wasser vorrätig zu haben), Medikamente (Antibiotika, Magen-Darmtherapeutika), ausreichend Verbandsmaterial, Infusionssysteme, Spritzen, Nadeln (die Hygienebedingungen in den Krankenhäusern sind mangelhaft, ebenso die Ausstattung), Kontrazeptiva, Desinfektionsmittel, Tampons und Binden (werden selten und überteuert verkauft), Insektenrepellent.

Schreibutensilien & Papier (zumindest für die erste Zeit, es ist sehr schwer zu finden), Moskitonetz, Taschenlampe, an Kleidung nicht sparen (insbes. T-Shirts und Unterwäsche), dort gibt es nur schlechte Qualität zu hohen Preisen zu kaufen. Medizinstudenten sollten leichte weiße Kittel und Gummihandschuhe mitnehmen.

In US $ sind erhältlich: Billige Kosmetika, Seife, Shampoo, Zahnpasta (Zahnbürsten seltener). Alle weiteren Artikel sind ab und zu erhältlich, man sollte sich immer gleich einen Vorrat anlegen, wenn es etwas zu kaufen gibt.

Es ist möglich, daß das Angebot in anderen kubanischen Städten besser ist als in Santiago.

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Freizeit

Zum einen kann man die kostenlosen Sportangebote der Uni nutzen oder auch für alles gegen Bezahlung in US$ einen privaten Lehrer finden (immer Qualität prüfen, vergleichen und handeln!).

In Santiago ist das kulturelle Angebot gering. Leider sind fast überall Touristen mit ihren "gineteras/gineteros" (Prostituierte) anzutreffen. Folglich wird man als Ausländer gerade in Santiago immer wieder entsprechend belästigt.

Freundschaften hatte ich vorwiegend nur mit ausländischen Studenten geschlossen. Viele Kubaner sehen Freundschaften mit Ausländern nur unter dem Aspekt des Geldes. Durch diese Erfahrung zurückhaltend geworden, habe ich nur wenige Kubaner kennengelernt, die sich nicht so verhalten. Es ist unter diesem Punkt natürlich das Tanzen nicht zu vergessen, das einem in Kuba einschließlich der Lebensfreude der Kubaner immer wieder nahe gebracht wird.

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Allgemein

Für den öffentlichen Transport muß man viel Zeit mitbringen. In Santiago gibt es "Camionetas", kleine Lastwagen, deren Ladefläche als Transportfläche benutzt wird. Busse fahren seltener. Es gibt auch kubanische Sammeltaxis, den Taxifahrer muß man allerdings immer auf sein kubanische "Carné" hinweisen, da man sonst nicht mitgenommen wird (der Taxifahrer muß für das Befördern von Ausländern Strafe zahlen). In La Habana gibt es dann noch die Besonderheit des "Camellos", ein riesiger Lastwagen in Form eines Kamels. Sehr billig, sehr überfüllt und mehr als seine Zahnbürste sollte man darin nicht bei sich tragen.

Wenn man 'schnell' vorwärtskommen möchte, dann gibt es illegale Taxen, die in US$ bezahlt werden. Der Preis ist Verhandlungssache. Offizielle Taxen für Touristen existieren natürlich auch. Mit dem Fahrrad kann man sich auch gut und günstig fortbewegen, man umgeht das 'Massenschwitzen' in den "Camionetas". Allerdings sollte man vorher sich genau erkundigen, wo man das Fahrrad unterstellen kann. Ein Fahrradschloß hält keinen Dieb ab.

In Santiago ist es besser, auf der Straße keine Tasche bei sich zu tragen. Das regt nur unnötig zum Raubüberfall an. Ich habe es selber erlebt und kann es nicht weiter empfehlen.

Kleidung wäscht man entweder selber mit der Hand oder gibt sie für ca. US$ 5-10 im Monat zum Waschen. Auch hier gilt: Qualitätsprüfung, Preisvergleich und Handeln.

Das Essen wird eintönig und fettig gekocht. Mir persönlich hat es nicht sehr geschmeckt. Die Möglichkeiten einer Selbstversorgung sind sehr beschränkt, aber durchführbar.Das übliche Tropen-Motto: "Cook it, peel it or forget it!" ist für empfindliche Mägen empfehlenswert. Insbesondere in Santiago sollte das Trinkwasser abgekocht sein.

Die Kommunikation zum Ausland ist teuer (Telefon: US$ 4,50 pro Minute, Fax: US$ 8,00 pro Minute). E-mails können auch bis zu 2 Wochen brauchen und werden nicht immer weitergeleitet (insbes. nach Europa). In den großen Hotels kann man für US$ 1.00 pro Seite Faxe empfangen. Nachrichten aus dem Ausland kann man am ehesten über einen Weltempfänger (Deutsche Welle oder BBC) empfangen. Kubanische Quellen (Fernsehen, Zeitung) informieren hauptsächlich über nationales Geschehen.

Briefe kommen nur selten an, weshalb ich immer Touristen oder Bekannten, die nach Deutschland oder Europa flogen, Briefe (bereits mit deutschen Briefmarken frankiert) mitgegeben habe. Nach Abschluß des Jahres habe ich mehrere Buchpakete nach Deutschland geschickt, wovon wider Erwarten die meisten ihr Ziel erreicht haben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß die Kubaner in ihren Kontakten zu Ausländern durch ihre Gesetze sehr eingeschränkt sind. Dies bedeutet, daß sich kein Tourist bei ihnen zu Hause aufhalten darf (außer sie vermieten offiziell), sie dürfen keine Ausländer im Auto mitnehmen und sich auch nicht mit Ausländern auf offener Straße blicken lassen. Man muß also schon zuliebe seiner kubanischen Freunde diskret sein, da sie sonst in sehr unangenehme Schwierigkeiten kommen können.

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Resümee

Um in Kuba länger zu leben, zu studieren oder zu arbeiten, muß man viel Energie, Disziplin, Geduld, Selbständigkeit und Improvisation aufbringen, um in einigen Situationen nicht zu verzweifeln ("No es facil!"). Es ist ganz normal, daß man alle paar Wochen die 'Nase voll hat', z.B. weil man drei Wochen lang in der ganzen Stadt keine Butter, kein Mehl oder ähnliches kaufen kann. Man muß dann "nur" durchhalten ("Todo se resuelve!").

Trotz oder auch gerade wegen der negativen Erfahrungen hat sich dieses Jahr für mich vom ersten bis zum letzten Tag gelohnt. Ich habe alle meine Vorhaben trotz der vielen Hürden erfolgreich umsetzen können und dabei auch gelernt, daß es den Deutschen gut geht.

Zu guter Letzt möchte ich noch darauf hinweisen, daß sich in Kuba ständig alles ändert und mit diesem Bericht ganz sicher kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben werden kann.

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D., U.
Rostock, Mai 2000
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