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Einzigartig in Deutschland vergibt die HELIOS Kliniken Gruppe wieder drei Stipendien an Medizinstudierende – und dies für acht Wochen in den Sommersemesterferien im Zeitraum Juli bis Oktober 2008. Inhalte des Programms
Bewerbungsmodalitäten
Erfahrungsbericht aus Erfurt
Erfahrungsbericht aus Leisnig
Erfahrungsbericht aus Bleicherode
Inhalte des Programms Die StipendiatInnen aus 2007 |
| Sie haben mit dem Stipendium die Möglichkeit, erste Führungserfahrungen zu sammeln. Sie arbeiten je vier Wochen als Assistenz der / des Verwaltungsleiterin / Verwaltungsleiters und vier Wochen als Assistenz der / des Chefärztin / Chefarztes und lernen so die Führungsbereiche einer Klinik und eines Klinikkonzerns kennen.
Ein wichtiger Baustein dieses HELIOS Med-Traineeprogramms ist die Leitung eines Projektes. Dieses Projekt sollen Sie in Ihrer 8-wöchigen Einsatzzeit umsetzen. Die Projektidee kommt entweder von Ihnen oder aus der Klinik, in der Sie eingesetzt werden und hat klinische/praktische Relevanz.
Sie werden direkt mit einem Mitglied des Medizinischen Beirats der HELIOS Kliniken zusammenarbeiten und entsprechend unterstützt. Der HELIOS Beirat ist das höchste Medizinische Gremium im HELIOS Konzern.
Als möglicher Einsatzort kommen die HELIOS Kliniken in Leisnig, Bochum-Linden, Erfurt, Blankenhain und Bleicherode in Frage. Das Programm beinhaltet ein Stipendium in Höhe von 2.000,- Euro zzgl. Reise-/Übernachtungskostenzuschuss von maximal 750,- Euro.
BewerbungsmodalitätenVoraussetzungen für die Bewerbung: Medizinstudentin/-student ab dem 3. klinischen Semester an einer deutschen Universität.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern Frau Susan Vogel unter der Telefonnummer +49(0)30 521321-0 oder per Email (siehe 'Weiterführende Links').
Bewerbungsschluss ist der 16. Mai 2008.
Bewerbungen über das Online-Portal (siehe 'Weiterführende Links').
Erfahrungsbericht aus ErfurtDurch Zufall bin ich auf das HELIOS Programm „Führungsaufgaben in Medizin und Verwaltung“ aufmerksam geworden. Mir war sofort klar, dass ich diese einzigartige Chance nutzen musste.
Als Medizinstudent kannte ich Krankenhäuser bisher nur aus der alltäglichen Arbeitssituation auf Station sowie als Ort medizinischer Lehre. Die Vermittlung von wirtschaftlichen Zusammenhängen zählt leider nicht zum Curriculum des Medizinstudiums. Die Möglichkeit, ein Krankenhaus aus der Sicht der kaufmännischen als auch der chefärztlichen Leitung kennen zu lernen und die Erfahrungen zu kombinieren, erhöhte den Reiz des Stipendiums.
Da ich mich für das Stipendium qualifizieren konnte, war für zwei Monate das HELIOS Klinikum Erfurt, ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit 1.265 Betten, mein neuer Tätigkeits- und Lernort.
Nachdem ich mich über Erfurt und Umgebung informiert und mir eine Unterkunft im Studentenwohnheim der Uni Erfurt organisiert hatte, begann ich am 13. August 2007 zwei lehrreiche Monate voller neuer Erfahrungen.
Mein Hauptprojekt war die Optimierung der Speisenversorgung am HELIOS Klinikum Erfurt. Es wurden mehr Essen ausgegeben, als es Patienten gab, wenn man die Belegungsstatistiken zum Vergleich heranzog. Dies ist ein Problem, das wohl viele Krankenhäuser kennen. Ziel meines Projektes war die kritische Hinterfragung und Analyse der Essensbestellung, die korrekte Aufbereitung der statistischen Zahlen sowie die Optimierung von Arbeitsabläufen und Kostenreduktion.
Die Komplexität dieses Projektes bestand u. a. in der Vielzahl der betroffenen und beteiligten Bereiche. Dazu zählten z.B. das Controlling, das mir die Daten lieferte, der ärztliche Dienst, der für die Aufnahmen, Operationen, Verlegungen und Entlassungen des Patienten zuständig ist, der pflegerische Dienst, der die Essensbestellungen aufnimmt und einen Überblick hat, welcher Patient essen kann und welcher nicht, sowie die Küche, bei der die Bestellungen auflaufen und welche für die Kommissionierung und die Logistik des Essens zuständig ist. Dadurch erhielt ich Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche des Krankenhauses und konnte auch einige Maßnahmen zur Behebung des Problems aufzeigen, die dann auch umgesetzt wurden.
Meine Ergebnisse präsentierte ich in der Chefarzt- und Stationsleiterbesprechung, sowie abschließend mit Handlungsempfehlungen in einer Runde bestehend aus der Geschäftsführung des Krankenhauses, Geschäftsführung der Küche sowie dem Leiter der Küche. Die Präsentation in so großen Runden war für mich neu und eine gute Erfahrung.
Ferner durfte ich die Geschäftsführerin auf diverse Termine begleiten, wodurch ich einen weiteren Einblick ins Management eines Krankenhauses erhielt. Ich durfte zum Beispiel mit auf Baubesprechungen, Besprechungen und Verhandlungen mit Chefärzten, Controllingrunden und Dienstbesprechungen.
Neben meinem Hauptprojekt gehörten auch Aufgaben des Tagesgeschäftes zu meinem Spektrum, wie zum Beispiel die Verbrauchsanalyse im Bereich Dekubitusversorgung, Kostenermittlung der Brachytherapie oder formale Abwicklung verstorbener Patienten.
Für den ärztlichen Bereich arbeitete ich mit Prof. Meier-Hellmann, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und Mitglied des Medizinischen Beirates, zusammen.
Dort hatte ich ein Projekt zum Thema Change-Management, in dem ich mich mit der Umsetzung der richtigen Lagerung von beatmeten Patienten beschäftigte. Die gewonnen Erkenntnisse waren mir auch in meinem Hauptprojekt hilfreich, da auch dort Veränderungen in Verhaltensweisen und Handlungsabläufen angebracht waren.
Die Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit der Mitarbeiter im Klinikum Erfurt hat mich von Anfang an sehr überrascht und gefreut. Frau Dexheimer stand mir bei Fragen, immer, wenn es Ihre Zeit erlaubte, gerne zur Verfügung. Auch der ärztliche Direktor stand mir hilfreich zur Seite. Der Arbeitsplatz im Büro der Führungskräfte des Controllings und des Medizin-Controllings erwies sich als ideal. Die beiden standen mir hilfreich zur Seite, haben mir bei Fragen und Problemen stets weitergeholfen und mir Hintergründe zum Gesundheitssystem, DRGs und Abläufen im Krankenhaus Controlling erklärt und näher gebracht.
Aufgrund seiner Aufgabe im Medizinischen Beirat und als Mitglied der Fachgruppe für Anästhesie war Prof. Meier-Hellmann leider viel unterwegs, so dass wir nicht so viele Termine miteinander abstimmen konnten, wie wir es beide gerne gemacht hätten. Ich denke, dass gerade in Erfurt Prof. Eßer als Chefarzt und Ärztlicher Direktor ein guter Partner für den Medizinischen Bereich des Med¬Traineeprogramms wäre. Auch halte ich eine starre Aufteilung in vier Wochen Verwaltung und vier Wochen Medizinischer Bereich nicht für nötig. Meinen Schwerpunkt hatte ich auf den Verwaltungsbereich gelegt, da mir dort die Abläufe und Funktionen am Wenigsten bekannt waren.
Meine Erwartungen sind voll und ganz erfüllt worden. Ich kann das Programm nur weiterempfehlen und hoffen, dass noch viele Studenten nach mir davon profitieren werden. Mir hat es bei der Planung meiner beruflichen Zukunft sehr geholfen. Ich möchte daher den Mitarbeitern des HELIOS Klinikums Erfurt für die Zusammenarbeit und den HELIOS Kliniken für das Stipendium meinen großen Dank aussprechen.
Thorsten Krystofiak
Erfahrungsbericht aus LeisnigAls ich die Ausschreibung für das HELIOS Medizin-Trainee-Stipendium entdeckte, war mir sofort klar: auf so ein Programm hatte ich bislang vergeblich gewartet. Also bewarb ich mich umgehend und war sehr gespannt, als ich nach einem Telefoninterview mitgeteilt bekam, dass ich eines von drei ausgeschriebenen Stipendien erhalte. Der Einsatzort sollte das HELIOS Krankenhaus in Leisnig sein.
Während des zweimonatigen Praktikums hatte ich die Möglichkeit, den Ärztlichen Direktor und die Verwaltungsleiterin bei ausgewählten Terminen und Sitzungen zu begleiten und konnte mir so ein Bild über die Anforderungen und Aufgaben im Management einer Klinik machen. Besonders die Teilnahme an zwei regionalen Treffen an den Kliniken Plauen und Schkeuditz haben mir gezeigt, welche Vorteile die Vernetzung in einem großen Klinikenverbund hat.
Bei einem Treffen in der Konzernzentrale in Berlin kam es zu einem Erfahrungsaustausch mit den anderen beiden Trainees. Dabei haben wir festgestellt, dass es in der Arztausbildung besonders an Einblicken in den Verwaltungsbereich mangelt. So könnte auch ein festgelegter Rotationsplan in den einzelnen Verwaltungs-Kernbereichen (z.B. Rechnungswesen, Personalwesen, Materialwirtschaft) für zukünftige Medizin-Trainee-Stipendiaten sehr interessant sein.
Überrascht war ich durchweg von der Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit aller Mitarbeiter- als Student an einem großen Universitätsklinikum erlebt man das so nicht täglich. Bei Fragen und Problemen wurde mir stets weitergeholfen und es gab zahlreiche Angebote, verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen, wovon ich auch regen Gebrauch machte. Auch durch den offenen Umgang mit Problemen und Fehlern habe ich festgestellt, dass die HELIOS-Philosophien zum Qualitätsmanagement nicht nur auf dem Papier existieren, sondern tatsächlich gelebt und ernst genommen werden.
Im Rahmen einer Projektarbeit hatte ich die Aufgabe eine Patientenbefragung über die Gründe der Krankenhauswahl durchzuführen- ein Themenbereich mit dem ich mich zuvor noch nie ernsthaft auseinander gesetzt hatte, denn Marketing ist ja auch nicht im entferntesten Bestandteil des Medizinstudiums. Umso mehr wurde meine Neugier geweckt, mich in diesen Bereich einzuarbeiten und die gestellte Aufgabe umzusetzen- auch dabei gab es Unterstützung von vielen Seiten, bis hin zur Konzernzentrale. Weiterhin konnten in drei Arztpraxen rund um Leisnig Fragebögen an ambulante Patienten verteilt werden. So kamen in der Klinik und den Praxen insgesamt über 260 Fragebögen zusammen, die in der Auswertung interessante Ergebnisse hervorbrachten.
Rückblickend habe ich in den zwei Monaten eine Menge gelernt, bin vielen netten Menschen begegnet und habe eine sehr schöne Region entdeckt. Nicht zuletzt konnte ich HELIOS als ein Gesundheits-Unternehmen kennen lernen, welches mit innovativen Ideen beeindruckt und weiter nach oben strebt. Die Qualität der Patientenversorgung und die Einbindung und Zufriedenheit der Mitarbeiter stehen dabei mit an vorderster Stelle.
Patrick Weinmann
Erfahrungsbericht aus Bleicherode HELIOS Klinik Bleicherode |
| „Warum macht man als Medizinstudentin ein Traineeprogramm in der Verwaltung eines HELIOS-Krankenhauses?“ Diese Frage wurde mir nicht nur von einigen Freunden und Kommilitonen gestellt. Auch für mich war es eine sehr ungewöhnliche Idee, ein Krankenhaus einmal aus dieser Perspektive kennen zu lernen. Schließlich war während der ersten fünf Jahre meiner ärztlichen Ausbildung diesem Aspekt keine wirkliche Aufmerksamkeit gewidmet worden.
Mein Einsatzort hieß Bleicherode. Die orthopädische Fachklinik am Südharz mit 130 Betten und rund 200 Mitarbeitern bot ausreichend Gelegenheit, auf allen Ebenen Einblicke zu erhalten und wartete gleich mit einer Überraschung auf. Denn anders als ich es von meinen bisherigen Famulaturen gewohnt war, war mein Einsatz dort bereits bei meiner Ankunft gut vorbereitet und organisiert. Im ersten Monat wurde ich der ärztlichen Direktorin, Frau Dr. Ratayski, als Assistentin zugeteilt. So erhielt ich einen umfassenden Einblick in die Gestaltung der Assistenzarztausbildung, die OP und Stationsorganisationen und das Qualitätsmanagement der Klinik. Die Facharzt- und Assistenzarztrunden boten mir zudem einen Einblick, welch vielfältige und auch administrative Aufgaben die ärztliche Direktorin zu bewältigen hatte.
Im zweiten Abschnitt des Stipendiatenprogramms konnte ich mit Frau Bartl, der Verwaltungsleiterin, an Leitungssitzungen, Pressekonferenzen und Personalgesprächen teilnehmen. Zudem erhielt ich Einsicht in die Wirtschaftsplanung, die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen und die Planung und Umsetzung eines neuen Bauabschnitts im Haus. Glücklicherweise scheute man sich nicht, mir auch eigene Verantwortungsbereiche zuzuteilen. So befasste ich mich etwa mit der Aufarbeitung der Patientenbefragung. Die Ergebnisse konnte ich anschließend zusammen mit Frau Bartl und Frau Dr. Ratayski diskutieren und sogar selber Vorschläge für mögliche Verbesserungen der zukünftigen Ergebnisse einbringen.
Als weiterer wichtiger Bestandteil des Traineeprogramms war zudem ein eigenständig zu bearbeitendes Projekt an der Schnittstelle zwischen medizinischer und administrativer Klinikführung vorgesehen. Hier bestand meine Aufgabe in der Aktualisierung und potentialorientierten Klassifikation der Zuweiserdatenbank. Ziel des Projektes war die Optimierung der Zuweiserpflege in einer Klinik, die aufgrund ihrer qualitativ hochwertigen Endoprothetik auch über Thüringen hinaus einen hervorragenden Ruf genießt. Das Projekt konfrontierte mich erstmals mit dem Marketing einer Klinik und hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, über die Qualität der ärztlichen Leistungen und das Angebotsspektrum einer Klinik zu informieren – und das sowohl bei Patienten als auch bei niedergelassenen Ärzten.
Das gesamte Traineeprogramm war von großer Offenheit und Freundlichkeit aller Mitarbeiter geprägt. Selbst heikle Themen, wie etwa die Personal- und Wirtschaftsplanung oder die Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen, wurden nicht von mir ferngehalten. Bei Fragen hatte ich stets Ansprechpartner, die mir bereitwillig auch schwierige Sachverhalte näher brachten. Außerdem durfte ich zusätzlich das HELIOS Kreiskrankenhaus Gotha/Ohrdruf besichtigen und auch dort im Rahmen von Leitungssitzungen die Verwaltungstätigkeiten hautnah erleben. Der stellvertretende Verwaltungsleiter, Dr. Jan Leister, nahm sich viel Zeit, mir die Besonderheiten der Klinik, wie etwa das neu eröffnete Linksherzkatheterlabor, zu zeigen.
Den Konzern im Großen und Ganzen erlebte ich dann abschließend in der HELIOS Zentrale in Berlin. Dort traf ich meine Mitstipendiaten zu einem interessanten Erfahrungsaustausch. Das HELIOS Med-Traineeprogramm war für mich ein gelungenes Projekt, welches mir ganz neue Einsichten in die verschiedenen Funktionsebenen der Kliniken gewährt hat. Ich konnte grundlegende Kenntnisse über die Aufgabenbereiche und die Arbeitsweisen der Verwaltung und der Klinikleitung erlangen und habe die Vernetzung von Medizin und Verwaltung erlebt. Genau dieser letzte Punkt ist sicherlich auch der Grund, warum man als Studierender der Medizin diesen Blick über den Tellerrand nicht scheuen sollte. Und nicht zuletzt ist es auch der Grund, warum ich das achtwöchige Med-Traineeprogrammes bei HELIOS jederzeit weiterempfehlen würde.
Sarah Stötzel
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Berlin, Dezember 2007
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