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mediziner-wissen.de
(ein Online-Fortbildungs-Portal)

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Evidenzbasiertes Medizinerwissen im Internet

Um eine gute medizinische Versorgung weiterhin zu sichern bzw. zu erweitern, hat das Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung Maßnahmen für Qualität und Wirtschaftlichkeit verfasst. Eine Maßnahme betrifft „Die Verbesserung der Patientenversorgung“, die eine verpflichtende regelmäßige Fortbildung für Ärzte vorsieht. Jeder Arzt kann durch freiwillige Teilnahme und Besuchen an Fortbildungsveranstaltungen so genannte Fortbildungspunkte (CME-Punkte) sammeln.


Das Internet als interaktives Medium für die Fortbildung soll Medizinern dabei zukünftig bei der Bewältigung der Anforderung durch Online-Qualifizierungsmaßnahmen angerechnet werden. 100 von insgesamt 250 nachzuweisenden Punkten können in einem Zeitraum von fünf Jahren über das Internet gesammelt werden.

Vor diesem Hintergrund haben die medizinische Fakultät der Universität Witten/Herdecke und MATERNA das Online-Fortbildungs-Portal www.mediziner-wissen.de auf der Basis einer Public-Private-Partnership entwickelt. Eingebunden in das e-Learning-Portal ist das medizinische Wissensnetzwerk www.evidence.de der privaten Hochschule.

Über den durch die Ärztekammer Westfalen-Lippe zertifizierten Online-Test zu derzeit elf verschiedenen Fachgebieten kann jeder Arzt über das Internet 18 Fortbildungspunkte erzielen. Jedes Fortbildungsmodul enthält zehn Fragen, die sich aus Multiple-Choice-Fragen, Tabellen- und Bildzuordnungen sowie Drop-Down-Menüs zusammensetzen. Während der Bearbeitung eines Fortbildungsmoduls zeigt ein „Lern-Tacho“ die aktuelle Leistung des Mediziners an. Der Arzt erhält direkt nach jeder Frage die Auswertung mit sofortigem Zugriff auf die Lösung in Form medizinischer Leitlinien. Bestanden ist der Test, wenn 70 Prozent der Antworten richtig sind.

Die fundierten Fragen zu den Fachgebieten Demenz, Dekubitus, Ottitis media, Gallensteine, Harnwegsinfekt, Hypertonie, (Diagnostik, Therapie), Herzinsuffizienz (Diagnostik, Therapie), Kopfschmerz (Diagnostik und Therapie) und Kolorektales Karzinom basieren auf den durch die Universität Witten/Herdecke erstellten, evidenzbasierten medizinischen Leitlinien (EBM). Weitere Testthemen befinden sich derzeit in Vorbereitung.

Mit dem Begriff „evidenzbasierte Medizin“ (EBM) wird eine ärztliche Haltung beschrieben, die die eigene (klinische) Erfahrung mit der besten Evidenz aus systematischer Forschung verbindet, um Entscheidungen über die Behandlung individueller Patienten zu treffen. Dies erfordert im Zuge ständig neu hinzukommender medizinischer Erkenntnisse eine kontinuierliche Aktualisierung des Wissens. Bei der Auflösung der fachbezogenen Testfragen wird dem Benutzer dieses Wissen direkt zur Einsicht angeboten. Die sofortige Kontrolle der Lösung fördert den Lernerfolg. Nach der Beantwortung einer Frage erhält der Teilnehmer sofort eine Anzeige zu seinen richtig bzw. falsch gegebenen Antworten. Zusätzlich verweisen die Tests auf die im Portal verlinkten Leitlinien.

Nach bestandenem Test kann der Prüfling eine Teilnahmebescheinigung abrufen, die im pdf-Format online erstellt und direkt ausgedruckt werden kann.

Die Fortbildungsmodule sind kostenpflichtig (9 Euro). Der Zugang erfolgt über eine Internet-Anbindung. Alle Web-Seiten des Portals sind einfach zu bedienen. Die Bezahlung kann über T-Pay - dem Internet-Bezahlsystem von T-Com - über die Telekom Rechnung, per Pay by Call per MicroMoney - der Guthabenkarte von T-Pay - oder per Lastschrift bzw. Kreditkarte oder mit Transaktionsnummern (TAN) erfolgen. Letztere werden bereits von einigen Kassenärztlichen Vereinigungen unterstützt und können per E-Mail bei „TAN@evidence.de“ bestellt werden. Nach der Anmeldung bei www.evidence.de wird die TAN an entsprechender Stelle online eingegeben.

In einer weiteren Kooperation mit der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vermittelt das Portal www.leitlinien-wissen.de wissenschaftlich fundierte und praxisrelevante Inhalte. Beide Portale werden auf der gleichen technischen Plattform betrieben. Im nächsten Entwicklungsschritt wollen die Wittener Wissenschaftler gemeinsam mit MATERNA fallbasierte Module als neue didaktische Lernwege erproben.

Rainer Künzler
MATERNA GmbH Information & Comunications
http://www.materna.de

Dortmund, Januar 2005

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