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EMSA
(European Medical Students’ Association)

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Einführung
Was ist EMSA?
EMSA-Projekte in Europa
EMSA- Projekte in Deutschland
Internationale Treffen
Selbst aktiv werden!?

Einführung

Der Begriff „Europa“ wird von den meisten Menschen mit der europäischen Union, dem Euro als unsere gemeinsame Währung, Brüssel und Straßburg als Ort der Verwaltung und vieler Gesetze und Verordnungen sowie keine Passkontrollen an den Grenzen der Urlaubsländer assoziiert. Doch eine Gemeinschaft beginnt oft schon im ganz Kleinen, und ist sehr viel vielfältiger als nur diese wenigen genannten Punkte. Wir als Medizinstudenten wollen es auch nicht dabei belassen und sind uns klar: Wir wollen mehr! Denn nicht nur im Rahmen unseres Studiums können wir viel voneinander lernen. EMSA, die European Medical Students' Association, bietet uns als Medizinstudenten eine Plattform für den internationalen Austausch, ein Diskussionsforum für alle medizinstudentischen Belange in Europa, und die Möglichkeit, unsere Interessen auf europäischer Ebene zu vertreten.

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Was ist EMSA?


Europa-Flagge
Mit diesem Anspruch wurde EMSA 1990 im belgischen Leuven gegründet. Kurz darauf entstand die erste deutsche Sektion in Würzburg. EMSA ist gemeinnützig, politisch unabhängig, und neutral. Gemäß dem Jena-Agreement mit der IFMSA (International federation of medical students associations) gilt EMSA als der offizielle Vertreter der Medizinstudierenden in Europa und vertritt die Interessen beider Verbände in europäischen Institutionen wie z.B. dem CPME (Committée permanent des médicins européene – ständiger Ausschuss der europäischen Ärzte) oder der WHO.

Derzeit gibt es mehr als 60 Fakultäten in 16 Ländern des geographischen Europas, die EMSA angehören. Auch in Deutschland besteht EMSA als eine offizielle Gemeinnützige Organisation (als eingetragener Verein), in der sich Medizinstudenten aus ganz Deutschland vielfältig engagieren können. Jede Fakultät, die der European Medical Students Association offiziell beigetreten ist, hat eine eigene lokale Vertretung mit lokalem Koordinator, Schriftführer und Kontoführer. In Deutschland gibt es zurzeit vier Fakultäten, an denen lokale EMSA- Gruppen vertreten sind: Freiburg, Heidelberg, Jena, und Leipzig.

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EMSA-Projekte in Europa


Aktion zum Welt-Aids-Tag 2005 im Uniklinikum Jena
Auf europäischer Ebene arbeitet EMSA eng mit der WHO (World Health Organisation) zusammen, und hat so z.B. in ihrem Interesse eine Befragung der kroatischen Medizinstudenten des 3. Studienjahres zum Thema „Anti-Tobacco“ durchgeführt. Dies ist nur ein Beispiel für den großen Themenbereich „Public health“, die eine große Säule der EMSA Projekte darstellt. Des Weiteren wird einmal im Jahr unter der Führung von EMSA das EMS Council organisiert, ein Workshop zu verschiedenen Themen des Bereichs „Medical ethics“. Dort treffen sich Studenten aller europäischen Länder und nationalen/internationalen Organisationen, um wichtige Themen wie „Patients safety“ oder „Working conditions“ zu bearbeiten.

Die dritte Säule der internationalen Projekte bildet die „Medical education“. Mit dem Ziel, wichtige medizinische Situationen bewältigen zu lernen und sich gemeinsam als Team in diesem Bereich weiter zu bilden, findet jeden Sommer mindestens einmal die EMSA Summerschool statt. Zu tollen Themen wie „Emergency medicine“ (Sommer 2005 in Dubrovnik) oder „Kardiovaskuläre Medizin“ (Sommer 2005 in Maastricht) erlernt man gemeinsam mit Medizinstudenten anderer Länder mehr über die Hintergründe und Vorgehensweisen eines Spezialgebietes. Aber nicht nur die Theorie wird erarbeitet, sondern auch die Praxis kommt nicht zu kurz.

Der „Eurotalk“ ist eine Art Sprachkurs in der Sprache der gastgebenden Lokalgruppe. Er wird speziell für Medizinstudenten mit Schwerpunkt auf dem täglichen Geschehen am Patientenbett veranstaltet. So fand z.B. ein niederländischer Eurotalk in Oktober 2005 in Groningen (NL) statt.

Um Medizinstudenten die Möglichkeit zu bieten, ihre wissenschaftlichen Arbeiten zu veröffentlichen, wurde JEMSA, das „Journal of EMSA on medical and scientific affaires“ ins Leben gerufen. Dieses Journal wird regelmäßig von EMSA publiziert und bietet uns somit auch eine wissenschaftliche europäische Plattform.

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EMSA- Projekte in Deutschland


„Operation“ in einem Teddybärkrankenhaus
Auch auf regionaler Ebene gibt es viele verschiedene Projekte. Das „Teddy Bear Hospital“, ein gemeinsames Projekt der IFMSA und EMSA ist wohl eines der bekanntesten. Beim Kuscheltier-Krankenhaus schlüpfen Medizinstudenten für einen Tag in die Rolle der Ärzte und Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter können in die Klinik kommen, um gemeinsam mit den Studenten ihre Kuscheltiere zu verarzten.

Auch bei Infoveranstaltungen in den lokalen Universitäten, wie zum Beispiel „Krankenpflegepraktikum und Famulatur im Ausland“ oder „ERASMUS- Infoabende“, können sich Medizinstudenten über ein Semester oder ein Praktikum im Ausland informieren. Mit diesen Veranstaltungen wollen wir das Interesse der Studenten an Europa wecken und ihnen die Weiterbildung im Ausland mit nützlichen Tipps und Tricks näher bringen.

An verschiedenen Fakultäten veranstalten die EMSA-Lokalgruppen regelmäßige Filmabende („Movies and Medicine“) mit medizinischem Hintergrund, zu der nach der Filmvorführung auch immer Fachärzte zu einem anschließenden Gespräch einladen.

Im „Twinning-Project“ bekommen die Studenten die Möglichkeit im gegenseitigen Austausch das Leben als Student in einem anderen Land für eine Woche selber mitzuerleben und mit Spaß und Witz eine andere Kultur kennen zu lernen. Man schafft so eine Plattform der interkulturellen Kommunikation, und kann auch mal ganz andere Formen des Humanmedizinstudiums erfahren. Nebenbei lernt man viele nette junge Menschen kennen, reist in andere Länder, gründet Freundschaften über die Grenzen hinweg und erlebt eine tolle und aufregende Zeit. So wurde das Twinning-Project 2004 zwischen Heidelberg und Maastricht(NL) durchgeführt. Für dieses Jahr sind weitere „Studentenaustausche“ der besonderen Art geplant.

Weitere regelmäßige Projekte sind Veranstaltungen am Welt- Nichtraucher-Tag (31.Mai) und am Welt-Aids-Tag (1.12.), an denen wir die Bevölkerung über Risiken und Probleme informieren und öffentliche Aufklärungsarbeit leisten.

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Internationale Treffen


National Coordinators’ Meeting 2005 (Bulgarien)
Neben der Teilnahme an internationalen Studentenkongressen gibt es auch zwei offizielle EMSA Treffen im Jahr. Auf der GA („General Assembly“) finden verschiedenste Workshops und Arbeitsgruppen statt, es wird über Satzungsänderungen abgestimmt und auch der neue EMSA Vorstand (EEB – „EMSA European Board“) gewählt.

Beim NCM („National Coordinators’ Meeting“), das jedes Jahr im Frühjahr stattfindet, treffen sich die nationalen EMSA-Vertreter (NC – National Coordinator) der einzelnen Länder und andere „EMSAner“. Es wird die Arbeit der verschiedenen Fakultäten vorgestellt und es finden Arbeiten zu neuen Projekten und Themengruppen statt. So bilden sich gerade auf diesen Treffen internationale Arbeitsgruppen, z.B. zum Thema „Working Conditions“ oder „HIV and AIDS“, die neue Konzepte entwickeln und Ideen verwirklichen. Natürlich kommt auch das so genannte „Social Programm“ nicht zu kurz auf allen internationalen Treffen! Eine Besonderheit stellt wohl auch die „European Village Party“ dar, bei der alle Teilnehmer eine traditionelle Speise und/oder ein typisches Getränk aus ihrem Land mitbringen, um es unter das Volk zu mischen. Man lernt also nebenbei auch noch Land und Leute kennen. Ob in Bulgarien, in Griechenland, in Österreich oder in den Niederlanden…

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Selbst aktiv werden!?


Thorsten Hornung (Präsidenten der bvmd) zusammen mit dem aktuellen EMSA-Deutschland-Vorstand (v.r.: Johanna, Daniel, Ingo)
EMSA ist offen für alle Medizinstudenten. Wie weit man sich einbringen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Ob im Sprachkurs, in verschiedenen Arbeitsgruppen, in der eigenen Lokalgruppe oder auf dem wissenschaftlichen Symposium: EMSA ist ein faszinierendes Forum, um interessante Leute kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

EMSA- Deutschland arbeitet mit der Allianz Privaten Krankenversicherung zusammen, welche auch die Neugründung einer Lokalgruppe in Deutschland mit einem Zuschuss von 300 € unterstützt!

Auch mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) besteht seit einiger Zeit eine intensive Zusammenarbeit, so ist der Fachschaftsrat Medizin der Uni Leipzig EMSA beigetreten. Naturgemäß überschneiden sich viele der Themen von bvmd und EMSA: Deutschland ist ohne die EU wohl kaum noch denkbar und andersherum wohl auch nicht!

Wer neugierig geworden ist, selbst aktiv werden möchte oder sich einfach über aktuelle Veranstaltungen informieren möchte, erfährt Näheres auf der EMSA Deutschland Homepage oder beim Vorstand der deutschen EMSA-Sektion (Siehe Weiterführende Links!)

Daniel Schneider , National Coordinator EMSA-Germany
Ingo Salzmann, Treasurer and Vice President
Johanna Wittke, Secretary

Johanna Wittke
Jena, Februar 2006

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