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Tropenmedizin
Tropenerkrankungen unter der Lupe

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12. Das Dengue Fieber
Hintergründe
Übertragung
Diagnosemöglichkeiten
Therapiemöglichkeiten
Weiterführende Literatur

Hintergründe


Verbreitung von Dengue Fieber, Regionen mit gehäuftem Vorkommen von Dengue-Haemorrhagische Fieber sind gelb markiert.
Dengue Fieber wird durch das Dengue Virus verursacht. Es gehört zur Familie der Flaviviren mit 4 Serotypen.

Dengue Fieber ist in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika, in der Karibik und im Süden der USA verbreitet. Das Dengue-Haemorrhagische Fieber tritt vor allem in Südost-Asien auf, kommt aber auch in den übrigen Dengue-Endemiegebieten vor.

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Übertragung


Aedes aegypti
Das Dengue Virus wird durch den Stich von Mücken der Gattung Aedes aegypti übertragen. Sie sind vor allem tagsüber und in der Dämmerung aktiv. Die Inkubationszeit beträgt 4-15 Tage.

Das Virus vermehrt sich in den Lymphknoten. Nach einigen Tagen tritt hohes Fieber mit starken Rücken-, Kopf- und Gliederschmerzen auf (breakbone fever). Relative Bradykardie ist typisch. Einige Patienten empfinden einen metallischen oder bitteren Geschmack im Mund. Das Fieber fällt nach 1-2 Tagen ab, um am 4.-5. Tag der Erkrankung wieder anzusteigen. Lymphadenitis und ein grobfleckig konfluierendes Exanthem sind typisch. Am 5.-6. Tag klingen die Symptome ab.

Bei Erstinfektion von Erwachsenen ist die Prognose in der Regel gut. Bei einer zweiten Infektion, ist der Verlauf meist schwerwiegender.

Bei erneuter Infektion mit einem anderen Dengue-Serotyp kann Dengue-Haemorrhagisches Fieber als Komplikation auftreten. Dieses kann insbesondere bei Kindern zu Dengue-Haemorrhagischem Schock und Meningitis führen.

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Diagnosemöglichkeiten


Elektronenmikroskopische Aufnahme (123.000 fache Vergrößerung) von Dengue-2 Virus Partikeln
Für den Nachweis des Dengue Virus steht ein Dengue-Schnelltest zur Verfügung. Vom 3.-7. Krankheitstag kann das Virus in der PCR nachgewiesen werden. Ab dem 8. Krankheitstag gelingt der Nachweis von spezifischen IgM. Es kann zu Kreuzreaktionen mit Gelbfieber, Japan B Enzephalitis, West Nil Fieber oder FSME kommen.

Differentialdiagnostisch sind vor allem Malaria, Gelbfieber, Chikungunya, Leptospirose und die Rickettsiosen zu berücksichtigen. Bei Dengue-Haemorrhagischem Fieber gehören Ebola-, Lassa-, Marburg-, Rift-Valley- und Krim-Kongo Fieber zur Differentialdiagnose.

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Therapiemöglichkeiten


Verbreitung von Aedes aegypti
Dengue Fieber wird symptomatisch therapiert. Bei Dengue-Haemorrhagischem Fieber ist intensivmedizinische Betreuung indiziert. Wegen der Gefahr einer Thrombozytopenie sollte kein ASS verabreicht werden!

Die Dengue-übertragenden Mücken sind vor allem tagsüber und in der Dämmerung aktiv. Konsequenter Schutz vor Mückenstichen durch Hautbedeckende Kleidung, die Anwendung von Repellentien und das Schlafen unter einem Moskitonetz sind prophylaktisch angeraten.

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Weiterführende Literatur

Knobloch J: Tropen- und Reisemedizin
Lang W: Tropenmedizin in Klinik und Praxis
Roche Lexikon Medizin
Warrell D A: Infektionskrankheiten
Zielonka M: Reisen und Infektionsrisiko


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