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Who is who & what is what
Was ist bei ausländischen Krankenhäusern anders gegenüber den deutschen?

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2. Großbritannien
Famulatur/PJ
Arbeiten in Großbritannien
Dress code

Famulatur/PJ

elective
die ungefähre Übersetzung von Famulatur/PJ, wobei man wissen sollte, dass die britischen Studierenden im letzten Studienjahr ein 3-monatiges elective unternehmen, das sie im Allgemeinen in Gegenden mit hohem Freizeit- oder Abenteuerwert führt, sodass es vorkommen kann, dass man mit Erstaunen bedacht wird, wenn man in deutscher Manier jeden Tag mehrere Stunden im Krankenhaus anwesend ist.

Deanery
Dekanat. An den Dean einer Medical School oder an den Head of Department einer Abteilung sind Bewerbungen für PJ-Plätze zu richten.

Teaching hospital
Dies ist mehr als ein deutsches Lehrkrankenhaus, es entspricht eher einem Universitätskrankenhaus. Um sicherzugehen, dass ein Krankenhaus einem Lehrkrankenhaus entspricht, sollte man sich a) erkundigen, ob es britische Studenten ausbildet und b) ob es in der entsprechenden deutschen Behörde (LPA) anerkannt wird.

Stationsalltag
Wer für Famulatur und PJ nach Großbritannien geht, sollte sich darauf einstellen, dass es für ihn keine festen Aufgaben gibt, außer der, möglichst viel zu lernen und zu sehen. Es wird nicht erwartet, dass man auf der Station Zeit „absitzt“, wenn es gerade nichts Interessantes zu sehen oder zu tun gibt. Es wird natürlich immer gern gesehen, wenn man sich interessiert zeigt, also z.B. mal einen Dienst „mitmacht“ und dabei den einen oder anderen Patienten aufnimmt. Dies kann man natürlich auch auf Station bei bereits aufgenommenen Patienten üben. Ganz wichtig ist dabei die nachfolgende 'Presentation' (Vorstellung des Patienten) beim verantwortlichen Assistenzarzt. Hier kann man enorm viel lernen!

OSCE (Oral structured clinical examination)
Prüfungsform in vielen britischen Krankenhäusern, bei denen Studierende einzelne 'Stationen' durchlaufen und hier jeweils verschiedene Situationen meistern müssen (meistens Untersuchungssituationen, aber auch Patientengespräche etc.)

Accommodation office
Diese Stelle kann u.U. bei der Organisation einer Unterkunft behilflich sein. Leider werden nicht an jedem Krankenhaus Zimmer für ausländische Studenten zur Verfügung gestellt, und selbst wenn, sind sie meist sehr teuer.

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Arbeiten in Großbritannien

MRCP/S/.... (Membership of the Royal College of Physicians/Surgeons etc...)
Dieses sehr schwere Examen besteht aus zwei Teilen und ist die Voraussetzung für eine Specialist Registrar-Stelle (specialist training), sprich für den Beginn der eigentlichen Facharztausbildung.

Consultant
Der Leiter eines Teams, am ehesten dem deutschen Oberarzt vergleichbar mit dem Unterschied, dass über ihm kein Chef mehr kommt. Es gibt in einem britischen Krankenhaus in der Regel pro Fachdisziplin mehrere Consultants, die autark arbeiten und sich gegenseitig keine Rechenschaft schuldig sind. Mit Abschluss der Facharztausbildung - in Großbritannien wird das CCST ( Certificate of Completion of Specialist Training) erlangt, dies ist äquivalent dem deutschen Facharzt - ist man zur Ausübung eines Consultant-Postens berechtigt.

Firm
Team, das einem Consultant zugeordnet ist.

GMC – General Medical Council
(britisches Äquivalent der Ärztekammer). Hier muss man sich registrieren (und die Registrierung regelmäßig erneuern), um in GB als Arzt praktizieren zu dürfen.

Postgraduate Deanery
Zuständig für die Weiterbildung der Ärzte. Wichtig, wenn man vorhat, die Membership eines der Royal Colleges zu erlangen.

NHS – National Health Service
Das staatliche britische Gesundheitssystem. Dies wird steuerfinanziert, die Briten brauchen also keine Krankenversicherung abzuschließen. Alle staatlichen Krankenhäuser werden durch den NHS finanziert. Er ist somit der größte Arbeitgeber des Landes.

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Dress code

Wichtig ist in einem britischen Krankenhaus die korrekte Kleidung. Für Männer Schlips und Hemd sowie 'ordentliche' Hose (keine Jeans) und Schuhe (keine Turnschuhe), für Frauen nicht unbedingt Rock, aber ebenfalls eher schicke Hosen und Schuhe. Mit „Birkenstöckern“ kann man nicht antreten...

Dr. C. H.
London/Berlin, Juni 2004


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