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Geriatrie / Gerontologie, Pädiatrie und Gynäkologie / Geburtshilfe, Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau, Berlin
(Gleich integriert, herzlich angenommen, ein schöner Einstieg ins Studium, 02.01. - 31.03.2006)

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Das Krankenhaus
Bewerbung
Warum dieses Krankenhaus?
Mein Krankenpflegepraktikum
Fazit

Das Krankenhaus

Das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Charité - Universitätsmedizin Berlin und nach den Vorgaben der Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus ( KTQ ) zertifiziert. Das Krankenhaus verfügt über 542 Betten in den Fachbereichen Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Orthopädie, Innere Medizin, Akut- Geriatrie, Pädiatrie/ Neonatologie, Gynäkologie und Geburtshilfe und versorgt jährlich etwa 19.500 Patienten stationär und 25.000 Patienten ambulant.

Außerdem ist es Mitglied im Diakonischen Werk Berlin- Brandenburg e.V.

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Bewerbung

Meine Bewerbung um ein Krankenpflegepraktikum am Ev. Waldkrankenhaus Spandau lief wirklich sehr einfach ab. Da ich nicht wusste, ob ich zum Wintersemester 2005/06 einen Studienplatz bekommen würde, hatte ich mich schon im Mai für Januar beworben. Es reicht aber auch schon ein halbes Jahr vorher. Da die Anfrage für Praktika im allgemein am Ev. Waldkrankenhaus Spandau sehr hoch ist, sind die Chancen umso höher, auf die Station zu kommen, auf die man auch wirklich will, je früher man sich bewirbt. Sonst wird man anderweitig zugeordnet, was aber keine weiteren Nachteile mit sich bringt.

Ich hatte mich per Brief bei der an der Pflegedirektion zuständigen Ansprechperson beworben. Die Bewerbung besteht aus einem Anschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf mit Foto, dem Abschlusszeugnis der Schule oder die Imma, falls man schon immatrikuliert ist. In der Antwort der Pflegedienstleitung sind dann die weiteren Verlaufspunkte aufgezählt und beschrieben. Da es ein kleines Krankenhaus ist, wird man meistens auch noch mal telefonisch kontaktiert.

Da ich zum Wintersemester nicht hereinkam, habe ich mein Pflegepraktikum vor dem Studienbeginn absolviert, was ich im Nachhinein sehr empfehle, da man die Semesterferien dann wirklich zur Erholung nutzen kann. Insgesamt habe ich mein Pflegepraktikum von Anfang Januar bis Ende März an diesem Krankenhaus absolviert.

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Warum dieses Krankenhaus?

In diesem Krankenhaus habe ich das erstemal das Licht der Welt erblickt, außerdem absolvierte ich mein Schulpraktikum der 10.Klasse auf einer chirurgischen Station dieses Krankenhauses. Im Vordergrund standen für mich die Erinnerungen an das nette Krankenhaus- und Stationsklima, die Betreuung und die allgemeinen Verhältnisse, außerdem aber auch noch die Nähe zu meinem Wohnort.


Mein Krankenpflegepraktikum

Da ich mich schon sehr frühzeitig beworben hatte, konnte ich mir die drei Monate aufteilen, so dass ich jeden Monat auf einer anderen Station tätig war. Insgesamt war ich je einen Monat auf der Akut-Geriatrie, der Pädiatrie und der Gynäkologie. Danach möchte ich auch meinen Bericht aufteilen.

  • Akut-Geriatrie
Jeden Morgen pünktlich um 6.30 Uhr beginnt die Übergabe der Patienten durch den Nachtdienst für den Frühdienst. Eine halbe Stunde später, um 7.00 Uhr beginnt dann die Vorbereitung der ersten Pflegerunde; dazu gehören: Spritzen aufziehen, Wäschewagen vorbereiten, ggf. Transporte bestellen (natürlich steht eine Schwester neben jedem Praktikanten und gibt genaue Anleitungen) und den Silberwagen bestücken, d.h. mit Spritzentablett, Tabletten, Patientenkurven, Abwürfen, RR- Geräte, Thermometer, BZ- Geräte, Schüsseln, Handtücher + Waschlappen.

Danach beginnt die Pflegerunde - VZ- Kontrollen, Grundpflege und Mobilisation.Hier sind immer drei Schwestern für jede Seite eingeteilt und die jeweiligen Praktikanten. Die Schwestern sind für alle Fragen offen, achten aber auch darauf, dass zuerst die Arbeit getan ist. Nach der Pflegerunde folgt das Frühstück, wobei sich das meistens überschneidet, da die Schwestern die Pflegerunde beenden und die Praktikanten mit dem Essenausteilen beginnen und ggf. darreichen.

Wäschewagen werden neu aufgefüllt und die Wäschesäcke entsorgt. Ca. 10.00 Uhr ist dann die Frühstückspause. Die man auch wirklich braucht, da es keine leichte Arbeit auf einer geriatrischen Station ist.

Die zweite Pflegerunde beginnt; darin vor allem die Inkontinenzversorgung, Getränke anbieten und die Essensbestellung für den nächsten Tag. Wenn man Glück hat, kann man sich einer Arztvisite anschließen und sehr interessante Sachen erfahren. Die Ärzte sind sehr freundlich und für Fragen immer offen. Ca. 12.30 Uhr beginnt man mit dem Austeilen des Mittagessens.

Die dritte und letzte Pflegerunde enthält dann die Lagerungen, Patienten für die Mittagsruhe in die Betten zu bringen, ggf. Inkontinenzversorgung und das Anbieten von Getränken. Die letzte Tätigkeit für die Praktikanten ist dann das Aufbereiten der Wäschewagen. Meistens blieb ich dann noch zur Patientenübergabe an den Spätdienst. Der Tag endet somit dann zwischen 14.30 und 15.00 Uhr.

Meistens konnte ich dann nachmittags nicht mehr viel schaffen, da man körperlich einfach zu müde und schlaff war. Insgesamt war es aber von den Fachbegriffen her, die man durch die Visiten automatisch mitbekam, sehr interessant und man konnte innerhalb des einen Monats auch schon grundlegende Pflegefertigkeiten perfekt ausführen. Bei Fragen konnte ich praktisch jeden auf Station ansprechen, was nicht immer der Fall ist, was ich an dieser Station aber besonders schätze.
  • Pädiatrie
Der Stationsablauf auf der Kinderstation ist komplett anders als der auf der geriatrischen Station. Es war mir aber eine sehr, sehr nette Abwechslung zu der doch sehr körperlich anstrengenden Arbeit auf der Geriatrie. Auf der Kinderstation liegen meistens die Mütter mit ihren Kindern. Es sind Kinder von drei Wochen bis 19 Jahre. Die Mütter bekommen auch Essen und kümmern sich meistens komplett alleine um ihre kleinen Kinder.

Die Praktikanten sind auf dieser Station meistens für die Botengänge zuständig, können sich aber aufgrund der günstigen Pflegetätigkeiten öfters den Arztvisiten anschließen. Hier ist es dann meistens auch möglich, bei allen Untersuchungen dabei zusein und sogar manchmal zu assistieren. Es sind Untersuchungen wie Ultraschall, EKGs, Blutentnahmen und Vorsorgeuntersuchungen. Besonders spannend sind die Untersuchungen bei Säuglingen, die doch überwiegend auf der Station stationär über Wochen behandelt werden. Interessant waren zusätzlich aber auch die Verbandswechsel z.B. bei Kindern mit Verbrennungen, was doch häufiger vorkam.

Die Arbeit auf der pädiatrischen Station war sehr angenehm und auch hier konnte ich sehr viel dazu lernen und vor allem dem ärztlichen Beruf näher kommen, was besonders interessant für Pflegepraktikanten des Medizinstudiums ist.
  • Gynäkologie
Die Gynäkologie unterscheidet sich auch noch mal komplett von den anderen Stationen. Hier sind eher die Koordination und das Planen im Vordergrund. Für Medizinstudenten ist diese Station perfekt geeignet, da hier auch wieder viel Zeit für die Visiten und das Kennen lernen des ärztlichen Berufs auf einer gynäkologischen Station vorhanden ist.

Im Vordergrund stehen die gynäkologischen Operationen, deren Aufklärungsgespräche, die psychische Betreuung und die prä- und postoperative Pflege. Hier richtet sich der Stationsablauf meistens nach den bevorstehenden Operationen. Um 7.00 Uhr werden meistens schon die ersten Frauen prämediziert .Nachdem sie dann versorgt sind, beginnt die eigentliche Pflegerunde; hier aber nur das Hinstellen von Waschutensilien, da die Frauen meistens sehr selbständig und mobil sind. Das Austeilen des Frühstücks um 8.30 Uhr ist die nächste Tätigkeit, die dann folgt. Meistens essen die Schwestern dann zeitgleich mit den Patienten, denn danach beginnt auch schon der OP- Plan und das ständige Hin- und Her zum OP- Saal und zurück.

Ich, zunächst als Außenstehende, hätte nie gedacht, wie viele Operationen an einem Tag auf einer gynäkologischen Station geplant und durchgeführt werden. Parallel laufen immer noch viele andere Untersuchungen und Patientenaufnahmen. Als Praktikantin fühlt man sich da öfters überflüssig, da alles durchgeplant und zugeordnet ist. Das Einzige, was man machen kann, ist das sich an die Fersen heften einer Stationsärztin und das ganze Tagesprogramm zu durchleben. Oder man heftet sich an die Fersen einer Schwester und durchläuft das Schwesternprogramm.

Ich empfehle zu Beginn das „Schwesternprogramm“, man lebt sich sehr schnell in den Stationsablauf ein. Die Schwestern auf dieser Station bemühen sich sehr, den Praktikanten möglichst viel zu vermitteln, was ich persönlich sehr dankend angenommen habe, da man für die Zukunft als Ärztin/ Arzt sehr viel heraus tragen kann.

Nach zwei Wochen dann, habe ich mich den ärztlichen Tätigkeiten gewidmet. Untersuchungen, wie Sonographien, Mammographien und Punktionen stehen an der Tagesordnung. Als Höhepunkte meiner Arbeit auf der Station empfand ich dann das Zuschauen bei den Operationen. Mehr als einmal durfte ich in den OP, was für mich persönlich das Interessanteste und Spannendste war. Was man hier als Praktikant beachten muss, ist eigentlich nur die rechtzeitige Absprache mit der Stationsleitung, da man während der Zeit immer noch Pflegepraktikantin ist.

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Fazit

Ich weiß schon jetzt, dass ich bei allen anstehenden Praktika und vielleicht sogar das PJ - wenn nicht im Ausland - an diesem Krankenhaus absolvieren möchte.

Da es ein kleines Krankenhaus ist, fühlt man sich gleich integriert und herzlich angenommen. Von der städtischen Anonymität ist nichts zu spüren. Die Betreuung auf den Stationen durch die Ärzte, aber in erste Linie durch das Pflegepersonal ist mehr als ausreichend. Die drei Monate sind mehr als schnell vergangen. Es war eine Zeit, die mir immer im Gedächtnis bleiben wird.

Auch war es ein schöner Einstieg ins Studium, da man schon voll im Stationsleben steckte.

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S., M.
Berlin, Mai 2006
News-Alarm