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Innere Medizin, Universitätsklinikum Freiburg, Baden-Württemberg
(Super! Engagierte Ärzte, gut betreut und integriert, 21.11.2005 - 26.02.2006)

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Warum Innere in Deutschland?
Warum das Universitätsklinikum und kein Lehrkrankenhaus?
Organisatorischer Nachtrag
Zuteilung auf die Stationen/Abteilungen
Tagesablauf auf den Stationen
Zusätzliche Lehrangebote
Mein Fazit

Warum Innere in Deutschland?

Bereits bei Beginn der Planung meines Praktischen Jahres hatte ich mich aus einer Reihe von Gründen entschlossen, die Innere auf alle Fälle zuhause in Freiburg bzw. an einem der hiesigen Lehrkrankenhäuser abzuleisten.

Zum einen traute ich mir weder in Englisch noch in Französisch zu, sinnvolle Patientengespräche führen oder auch genug vom „teaching“ im Ausland verstehen und mitnehmen zu können. Zudem fand und finde ich, dass - egal, welches Wahlfach man sich aussucht - die Zeit in der Inneren Medizin noch mal eine richtig gute Chance zum Wiederholen darstellt. Daher wollte ich dieses Tertial unbedingt auf deutsch und unbedingt am Ende, also kurz vor dem Staatsexamen absolvieren.

Natürlich hätte ich mich mit dieser Begründung auch um einen Platz in der Schweiz oder Österreich bemühen können. Da es mich aber bei dem Gedanken „Auslandstertial“ einfach in weitere Fernen zog, entfiel dieser Kompromiss. Und schließlich war es mir relativ rasch gelungen, Zusagen für die Chirurgie sowie für mein Wahlfach in den USA und Australien zu bekommen, so dass aufgrund der LPA- Vorgaben sowieso kein weiterer Auslandsaufenthalt möglich gewesen wäre.

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Warum das Universitätsklinikum und kein Lehrkrankenhaus?

Die Zuteilung der PJ- Plätze in Freiburg erfolgt auf etwas verschlungenen Wegen. Zunächst gibt man auf frühzeitig ausgegebenen Formularen an, an welches Haus und für welches Wahlfach (drei Fächer, nach Priorität geordnet, sind anzugeben) man gern eingeteilt werden möchte. Bei der Verteilung gilt Ort vor Fach, d.h. man kann durchaus am Wunschkrankenhaus landen, muss dann aber statt Gynäkologie auf einmal Anästhesie machen. Es gibt dann eine Vielzahl an Unterbestimmungen und Ausnahmeregelungen, so dass meist doch jeder irgendwie seine Wunschkombi bzw. einen akzeptablen Kompromiss angeboten bekommt.

Ich hatte als Wunschort Freiburg angegeben, einfach weil ich mir den Aufwand, der mit Wohnungszwischenmiete oder täglichem Pendeln einhergeht, ersparen wollte. Wer hier aber flexibler ist, wird mit teilweise richtig guten Häusern belohnt. Ganz tolle Berichte habe ich aus Offenburg und Konstanz gehört.

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Organisatorischer Nachtrag

Wer von auswärts kommt und für die Dauer des Aufenthaltes ein Zimmer benötigt, sollte sich zunächst mit der Leiterin der Auslandsabteilung in Verbindung setzen; sie kümmert sich auch um die Vermittlung von Unterkünften für inländische Besucher:
Frau Britta Goertz
Studiendekanat Klinik
Elsässerstraße 2m
79110 Freiburg
Tel. 0761/270-7232
(E-Mail-Kontakt? siehe Weiterführende Links)

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Zuteilung auf die Stationen/Abteilungen

Leider kann ich hier nur für Chirurgie und Innere einen einheitlichen Ablauf wiedergeben; in anderen Fächern wurde dies teilweise sehr individuell abgewickelt, so dass dort, denke ich, auch auf Wünsche recht gut eingegangen werden kann.

In der Chirurgie rotiert man durch mindestens zwei Abteilungen. Beide Stationen werden vorgegeben, Einflussmöglichkeiten bestehen kaum.

In der Inneren Medizin kann man sich, sobald die Ortszuteilung steht, mit der Lehrbeauftragten Frau Dr. Besters in Verbindung setzen. Jeder rotiert ebenfalls durch zwei verschiedene Abteilungen, zusätzlich dürfen alle zwischendurch jeweils für eine Woche in die Medizinische Notaufnahme. Für die beiden Stationsplätze können Wünsche angegeben werden und in der Regel wird mindestens einer davon erfüllt. Etwa vier bis acht Wochen vor Antritt des Tertials erhält man dann via Email Bescheid, wohin man von wann bis wann zu gehen hat.

Am ersten Tag treffen sich alle PJ’ler, die in der Inneren anfangen, zu einer Einführung durch die Lehrbeauftragte. Dabei werden allerhand praktische Tipps verteilt sowie jedem ein „PJ- Heftchen“ ausgehändigt, in dem man diverse Unterschriften zu sammeln hat (siehe unten). Danach holt man sich seinen Kittel ab und macht sich auf den Weg zu seiner Station.

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Tagesablauf auf den Stationen

Ich war für meine ersten sechs Wochen auf der Infektiologie eingeteilt worden, danach folgte die Woche in der Ambulanz, und anschließend durfte ich für weitere sieben Wochen in meine Wunschabteilung, die Onkologie.

  • Infektiologie
… gehört in Freiburg zur Abteilung Gastroenterologie/Endokrinologie. Die Station selbst besteht erst seit 2002 (Homepage siehe Weiterführende Links). In acht Zimmern werden allerhöchstens 20 Patienten betreut. Bei mir waren es immer weniger, was natürlich vor allem an den Krankheitsbildern lag: offene Tuberkulose, Typhus und Malaria erforderten ebenso Einzelzimmer wie weniger spektakuläre Keime, beispielsweise VRE oder MRSA.

Das ganze Drumherum war hier schon unterhaltsam genug. Bei Visite warf man sich in Überkittel, Mundschutz und Handschuhe für das erste Zimmer und wechselte nach jedem Raum die Verkleidung. Dass man dann aber tatsächlich auch mal einen dicken Tropfen erfolgreich auf Plasmodien untersuchen konnte oder gespannt darauf wartete, ob das Labor nun echten Typhus oder doch die vergleichsweise harmlose Salmonella paratyphi als Resultat vermeldete, machte diese Station richtig interessant. Schön fand ich vor allem, dass sich viele der Krankheiten gut behandeln ließen, und man die klinische Besserung richtig mitverfolgen konnte.

Leider gab es auch weniger aussichtsreiche Fälle - neben den bakteriellen Infektionen wurden auch Patienten mit HIV und chronischer Hepatitis behandelt, wo oft nur die aktuellen Schübe abgefangen werden konnten. Trotzdem fand ich es sehr aufbauend zu sehen, wie weit man mittlerweile im Umgang mit dem AIDS-Virus gekommen ist. Eine Patientin lebt unter Therapie seit 18 Jahren mit der Immunschwäche, ohne Anzeichen eines Übergangs in AIDS zu zeigen.

Während die meisten dieser Patienten sehr kooperativ und compliant waren, durfte ich auch das Gegenteil kennen lernen - drogenabhängige bzw. substituierte HCV-Patienten, die unter ihrem Suchtdruck litten und dadurch oft doppelt schwer mit resultierenden Erkrankungen (Endokarditis, cerebrale Abszesse…) zu kämpfen hatten. Ich hatte am Anfang durchaus Schwierigkeiten mit dieser Art von Patienten, aber durch das ausgesprochen hilfsbereite Pflegeteam und die ebenso motivierten Ärzte bekam ich den Umgang dann gegen Ende richtig drauf.

Auch wenn sich die Beschreibung der Krankheiten jetzt total interessant anhört, darf man nicht vergessen, dass die Station im Grunde auch eine Gastrostation ist. So hatten wir phasenweise auch einfach „nur“ Krebserkrankungen des GI-Trakts, Diabetes mellitus oder Verlaufskontrollen in den Zimmern liegen.

Mein Tag sah in der Regel so aus: ich kam gegen 8.00 Uhr auf Station, ging dann erst einmal eine halbe Stunde Blut abnehmen, bevor wir um 9.00 Uhr mit der Visite begannen. Die Ärztin, mit der ich auf Station war, nahm sich total viel Zeit für ihre Patienten, ging sehr auf Wünsche und Ängste ein und schaffte es fast immer, mir nebenher noch die wichtigsten Fakten zum jeweiligen Fall zu erklären. Ich wurde - was am Anfang etwas peinlich war, da mein Innere- Wissen ziemlich geschrumpelt war - regelmäßig nach meiner Meinung und eigenen Therapievorschlägen gefragt, durfte nach kurzer Rücksprache auch relativ selbständig Laboruntersuchungen und weitere Diagnostik anfordern und fühlte mich wirklich als gleichwertiges Mitglied des Teams.

Nach Visite überarbeiteten wir gemeinsam die Kurven und teilten uns die Arztbriefe auf. Ich schrieb meist vor, die Stationsärztin schaute dann drüber und ließ mich die fertigen Briefe jedes Mal mit unterschreiben. Wenn Neuaufnahmen kamen, kümmerte ich mich zunächst um Anamnese und Untersuchung und stellte sie dann dem Team kurz vor. Mit weiteren Routineuntersuchungen, die auf Station selbst liefen (Schellong-Tests, EKGs, Stimmgabelproben usw.) sowie Ascites- Punktionen, ZVK- Legen und ähnlichem, bei dem ich zunehmend Hand anlegen durfte, ging der Tag meist richtig schnell vorbei. Zeit für eine Mittagspause durfte ich mir immer nehmen und in der Regel konnte ich auch pünktlich gegen 17.00 Uhr Schluss machen.

Insgesamt habe ich hier echt viel gelernt und wurde von ärztlicher und pflegerischer Seite super aufgenommen. Sicher ist dies zum Teil auch einfach Glück - auf nette, verständnisvolle Mitarbeiter zu treffen, trägt ganz wesentlich zum Wohlfühlen bei. Ich hatte aber nie das Gefühl, ausgenutzt oder für Idiotenaufgaben verheizt zu werden, auch wenn ich ab und zu auf der Suche nach Akten durchs Haus wanderte. Trotzdem störten mich die einen oder anderen Botengänge wirklich nicht. Ich fühlte mich gut betreut und integriert und finde auch jetzt noch, dass man sich dann, wenn es die Arbeit voran bringt, für einen kleinen Abstecher ins Labor oder fürs Erledigen von ein paar Telefonaten auch nicht zu schade sein braucht.
  • Notaufnahme
Man wurde in der Ambulanz für eine komplette Woche, also sieben Tage am Stück, zugeteilt, und zwar entweder Frühschicht (7.30 bis 15.00 Uhr) oder spät (15.00 bis 22.30 Uhr).

Ich hatte, zu meiner Freude, die Frühschicht erwischt. Um 7.30 Uhr fand täglich Visite mit dem Oberarzt der Abteilung statt. Die Patienten, die in den letzten 24 Stunden gekommen waren, wurden so kurz gesehen und es wurde meist unmittelbar bei der Visite das weitere Procedere beschlossen. Da der morgendliche Rundgang immer recht schnell gehen musste, trug ich hier nichts wesentlich Aktives bei. Man muss dem Oberarzt aber zugute halten, auch wenn ich das nicht so angenehm fand, dass er zu jedem (!) Patienten ein, zwei Fragen an mich richtete, mich auf besondere Untersuchungsbefunde aufmerksam machte und mich auch ab und zu kurz vor untersuchen ließ. Da ich leider eher nervös werde, wenn man mich so etwas machen lässt, war ich davon wenig angetan. Aber effektiv waren diese Intermezzi auf jeden Fall - sie suggerierten ein bisschen Prüfungsatmosphäre und was man da gesagt bekam, merkte man sich mit Sicherheit.

Ansonsten fing meine Arbeit gegen 8.00 bzw. 8.30 Uhr richtig an. Ich nahm eingelieferte Patienten auf, befragte sie möglichst kurz und präzise nach der jeweiligen Vorgeschichte, legte dann einen PVK und nahm erstmal Blut ab. Anschließend präsentierte ich sie einem der der Ärzte und kümmerte mich dann in Absprache mit diesem um die weitere Diagnostik sowie um das Erstellen eines kurzen Briefes. Das Einweisen auf Station inklusive Bettensuche übernahm ein eigens dafür bereitgestelltes Team, so dass sich die Ärzte in der Ambulanz auf die Neuaufnahmen konzentrieren konnten.

Während der Leerlaufperioden - manchmal kam tatsächlich drei Stunden lang gar niemand - bekam ich, je nach Dienst habendem Arzt, ein kleines „teaching“ zu einem Thema, wertete EKGs im Akkord aus - das den PJ’lern in dieser Woche beizubringen, war angeblich Zielsetzung des Oberarztes - oder durfte auch mal einfach im Internet surfen.

An Krankheitsbildern bot sich hier wirklich alles - haufenweise kollabierte ältere Damen, Patienten mit unklarem Fieber, verwirrte Bewohner von Altenheimen, Bauch- und Kopfschmerzen aller Art usw. Mein (trauriger) Höhepunkt war ein akuter Myokardinfarkt, den der Patient erlitt, während ich ihm noch Blut abnahm. Obwohl der Kardiologe zufällig mit im Raum und das Intensivteam innerhalb von Minuten zur Stelle waren, ist der Patient verstorben. Für mich eine ziemlich eindrückliche Erfahrung. Trotzdem war es beeindruckend zu sehen, wie routiniert in einem echten Notfall alles abläuft.

Insgesamt fand ich, man konnte in der Ambulanz richtig gut lernen, rasch und zielstrebig die notwendige Anamnese zu erheben und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Fünf bis zehn Zugänge am Tag zu legen, hat meinen dahingehenden Künsten sicher auch nicht geschadet…

Schade fand ich nur, dass die Ärzte fast jeden Tag wechselten. Man konnte nicht so richtig gut einen Bezug aufbauen, auch wenn fast alle sehr nett und an ratlos herumstehende PJ- Studenten gewohnt waren. Aber dafür hat man in wenigen Tagen ziemlich viele potentielle Kollegen kennen gelernt, was ja auch so seine Vorteile hat.
  • Onkologie
Meine Wunschstation erwies sich als die am meisten anstrengende und gleichzeitig beste Rotation meines Innere- Tertials.

Zunächst erfuhr ich, dass ich auf der Privatstation arbeiten sollte und dachte erstmal, o nein, da darf man ja gar nichts selber machen. Dann aber stellte sich heraus, dass das Team dort mehr als bereit war, den PJ’lern richtig viel beizubringen. Dies sah dann folgendermaßen aus: gegen halb acht am Morgen kam ich auf Station; Blutabnehmen erledigte eine Arzthelferin. Ich schloss mich aber in den ersten Wochen regelmäßig an, weil ich das Handling mit ZVKs und das Anstechen von Ports nicht wirklich beherrschte.

Bis zur Visite um 9.00 Uhr verbrachten wir die Zeit damit, die aktuellsten Befunde noch mal rasch nachzusehen, um bei der Visite die Patienten dem Chef, der montags, mittwochs und freitags kam, bzw. ansonsten dem Oberarzt auf dem neuesten Stand präsentieren zu können.

Die Visite dauerte in der Regel bis kurz vor elf. Der Chefarzt nahm sich viel Zeit, fragte auch regelmäßig nach, ob und was wir Studenten bereits auf Station gelernt hätten, ob man uns auch mal „stechen“ ließe usw. Wir präsentierten jeweils die Patienten, die wir selbst aufgenommen hatten. Meist stellten Chef- oder Oberarzt uns noch ein paar kurze Fragen oder erklärten ihre Entscheidungen - alles in sehr kollegialer Atmosphäre.

Nach der Visite gingen Stations- und Assistenzärzte samt PJ’lern erstmal ordentlich frühstücken. Diese halbe Stunde war immer sehr, sehr entspannt und lustig; es konnten alle möglichen Fragen gestellt werden und der weitere Tagesablauf wurde vereinbart. Meist kamen pro Tag 2-3 Neuaufnahmen, so dass ich richtig gut beschäftigt war. Mittagessen fiel zwar jeden zweiten Tag aus, aber durch das späte Frühstück und die Option, jederzeit ohne schlechtes Gewissen in die Cafeteria verschwinden zu können, fand ich dies zu meiner eigenen Überraschung nicht so schlimm.

Gegen 16.00 Uhr war dann noch einmal Oberarztvisite, bei der die neuen Patienten von mir kurz vorgestellt und vom Oberarzt gesehen wurden. Da oft erst danach das weitere Vorgehen klar war, fanden viele spannende Aktionen eben nach 17.00 Uhr statt. Da man mir aber regelmäßig anbot, dieses oder jenes selber machen zu dürfen, bin ich oft bis um 18.00 oder 19.00 Uhr dageblieben - klingt schrecklich lang, ich weiß, aber dafür habe ich in dieser Zeit insgesamt sechs ZVKs gelegt, zweimal Knochenmark und einmal Liquor punktiert - keine schlechte Bilanz.

Insbesondere wäre niemand sauer gewesen, wenn ich um 17.00 Uhr einfach gesagt hätte (und auch immer wieder gemacht habe), danke fürs Angebot, aber ich möchte lieber heim. Es wurde absolut kein Druck gemacht, die festgelegten Arbeitszeiten zu überschreiten. Dadurch und natürlich durch das super Team auf meiner Station bin ich zunehmend in die ganze Sache hineingewachsen, und am Schluss fühlte ich mich - leichter Größenwahn - schon mehr als Arzt denn als Student. Was sicher auch damit zusammenhängt, dass der Stationsarzt hier ganz genau darüber wachte, dass die PJ’ler nicht zu irgendwelchen sinnlosen ABM- Maßnahmen verdonnert wurden, sondern ich noch viel mehr als auf der Infektiologie für die eigentliche Arbeit am Patienten zuständig war.

Es hat unglaublich Spaß gemacht, auch wenn die Fälle oft langwierig oder nur noch palliativ zu behandeln sind. Viele hämatologische Erkrankungen habe ich gesehen, metastasierten Krebs, aber auch gutartige Tumoren und faszinierende Therapiemaßnahmen. Ich hätte mir vorher nicht vorstellen können, dass eine Stammzelltransplantation so aussieht: Zellen in eine Perfusorspritze füllen und dem Patienten über eine Viertelstunde manuell in den ZVK einträufeln. Ich kann die Abteilung Hämatoonko nur empfehlen!

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Zusätzliche Lehrangebote

Neben der Stationsarbeit bietet die Uniklinik noch mehrere Seminare für Studenten des Praktischen Jahres an. In der Inneren Medizin waren dies:

  • die Lehrvisite, einmal wöchentlich eine Stunde lang. Sie wurde im Wechsel von verschiedenen Studenten vorbereitet, so dass man fast alle Abteilungen einmal zu Gesicht bekam.
  • ein Seminar, das einmal pro Woche von den jeweiligen Abteilungschefs gehalten wurde und unterschiedliche Themen der Inneren Medizin umfasste.
  • die Pathologiedemonstration, in der, ebenfalls einmal pro Woche, unklare Todesfälle besprochen wurden.
Um einerseits sicherzugehen, dass alle PJ’ler regelmäßig dort erschienen, aber auch, um das Erscheinen überhaupt zu ermöglichen, sind diese Termine unterschriftenpflichtig und mit den Stationen abgesprochen. Neben diesen Pflichtveranstaltungen gibt es noch eine Reihe freiwilliger Workshops, die sich jedoch immer wieder ändern und am besten bei Frau Dr. Besters zu erfragen sind.

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Mein Fazit

Super! Obwohl ich mich mehr aus organisatorischen Gründen für die Uniklinik entschieden hatte und die Lehre dort einen eher schlechten Ruf besitzt, bin ich höchst erfreut vom Gegenteil überrascht worden. Ich habe sehr viele engagierte Ärzte gesehen, die sich wirklich bemühen, zu lehren. Ich durfte viel selber machen und von Seiten der Pflege hatte ich maximal zwei unerfreuliche Begegnungen, so dass ich auch hier nichts Nachteiliges berichten kann.

Vor diesem Hintergrund könnte ich mir durchaus vorstellen, hier am Haus zu bleiben; und vor allem möchte ich dem schlechten Ruf der Uniklinik entgegentreten. Potentielle Famuli oder Interessierte fürs PJ kann ich - zumindest für meine Abteilungen der Inneren - nur ermutigen, hierher zu kommen. Ich denke, es wird sich lohnen.

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S., S.
Freiburg, Februar 2006
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