Einleitung
Die Idee der Konferenz
Wer kann wie teilnehmen?
Preise und Unterstützer
Themen und Inhalt
Organisationsteam
EinleitungEs gibt immer wieder Momente, in denen der eigene Horizont nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Prinzipiell sollte dies immer der Fall sein, doch die Welt von heute ist viel zu komplex, als dass man sich tagein, tagaus mit Fragen beschäftigen könnte, die nicht zur unmittelbaren eigenen Arbeit beitragen. Ein solcher Moment fand 1989 statt. In diesem Jahr fiel der „Eiserne Vorhang“, und die vormals nahezu undurchlässige Grenze zwischen Ost und West war schlagartig Geschichte. Der Systemstreit war vorüber, wie es weitergehen sollte war keineswegs sicher. In dieser Zeit gab es ein Innehalten insofern, als dass jeder auf lang gestellte Fragen in Bezug auf die andere „Seite“ eine klare Antwort erwarten konnte. Und in genau diese Zeit fiel die Gründung der „European Students´ Conference“, der ESC.
Die Idee der Konferenz Das Virchow Klinikum, Ort der letzten Konferenz |
| Ins Leben gerufen von Medizinstudenten der Berliner Charité hat sich die Konferenz dem Ziel verschrieben, dem Austausch zwischen Ost und West ein Forum zu schaffen. Der Austausch galt in erster Linie der biomedizinischen Wissenschaft. Allerdings wollte man auch die offene Grenze nutzen und Neuland betreten. Das war Chance und Problem in einem. Chance, weil die Möglichkeit bestand, mehr herauszufinden als den Status Quo der Wissenschaft. Die Teilnehmer fanden Antworten auf das Umfeld der Wissenschaft, wie Wissenschaft betrieben wird, zu welchem Zweck und mit welcher gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Konsequenz.
Das Problem war, eine Auswahl aus diesem komplexen Umfeld vorzunehmen. Allerdings liegt es oft auf der Hand, welche Themen miteinander verbunden sind, offensichtlich oder nicht. Wissenschaft wird heutzutage, und dazu zähle ich auch 1989, meistens von einem gesellschaftlichen Nutzen getragen, d.h. Erkenntnisse werden praktisch verwertet oder zur Verwertung weiterverarbeitet, etwa in der Grundlagenforschung. Dabei treten mehr und mehr Brüche und Kontroversen auf. Wissenschaft wird komplexer, Disziplinen überschneiden sich und tangieren mittlerweile zunehmend Denktraditionen, die vormals als reine Geistes- oder Kulturwissenschaft galten.
Was sich momentan in den Naturwissenschaften an Diskussionspotential angehäuft hat, erinnert manchmal an eine Universalwissenschaft. In der Genetik treffen sich Biologen und Chemiker, Mediziner, Physiker und Theologen ebenso wie Landwirte und Betroffene genetisch bedingter Krankheiten. Die Konsequenz ist eine neue Ratlosigkeit, oder positiv formuliert ein neuartiger Fragenkatalog, den es abzuarbeiten gilt. Trafen Wissenschaftler früher an den Grenzen des Universums Gott, als Ausdruck wissenschaftlicher Grenzen, so treffen sie ihn heute beispielsweise in der Genetik zusammen mit politischen Regelungen, ethischen Vorbehalten und gesellschaftlichen Ängsten. All dies ist Teil einer neuen Form der wissenschaftlichen Annäherung, der sich die European Students´ Conference verschrieben hat.
Wer kann wie teilnehmen? Eine Posterpräsentation |
| Wir sind nach wie vor in erster Linie eine biomedizinische Konferenz. Auf dieser können junge Nachwuchswissenschaftler, Doktoranden, Graduierte und Postdoktoranden ihre Forschungsarbeiten in einer mündlichen oder einer Posterpräsentation vorstellen. Wir rechnen mit 500 Teilnehmern, davon werden 250-300 aktive Teilnehmer ihre Arbeiten vorstellen. Die Präsentationen werden von einer Jury, bestehend aus Professoren der Charité und internationalen Wissenschaftlern, in Form eines wissenschaftlichen Wettbewerbes begutachtet. Die präsentierten Forschungsarbeiten werden vor Konferenzbeginn in einem Ranking durch Hochschullehrer der Charité aus ungefähr 1.000 eingegangenen Bewerbungen bezüglich ihres wissenschaftlichen Niveaus ausgewählt.
Preise und Unterstützer Die Preisverleihung |
| Für die besten Arbeiten werden Preisgelder in Höhe von 11.000€ vergeben.
Des Weiteren findet ein Auswahlprozess statt, an dessen Ende zwei Teilnehmern ein Forschungsstipendium zur Verfügung gestellt wird, ermöglicht durch finanzielle Unterstützung der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG und den Forschungsinstituten der Charité.
Die Konferenz hat über die Jahre viel Unterstützung aus der Fakultät und den umliegenden Forschungsinstitutionen wie z.B. dem Max-Delbrück-Centrum, dem Robert-Koch-Institut sowie dem Deutschen Herzzentrum erhalten und ist Sponsoringkooperationen mit Firmen wie Novartis und Biogen Idec eingegangen. Außerdem wird die ESC seit Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und findet unter der Schirmherrschaft von Bildungsministerin Buhlman statt.
Themen und Inhalt Prof. Dr. Gallo, der Mitentdecker des HI-Virus während seines Vortrags im letzten Jahr |
| Die wissenschaftlichen Schwerpunkte dieses Jahres liegen auf Onkologie, Diabetes sowie kardiovaskulären Erkrankungen. Um dem interdisziplinären Ansatz und den gesellschaftsrelevanten Aspekten der Wissenschaft Rechnung zu tragen, werden über die Präsentationen der Forschungsarbeiten hinaus Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops angeboten. Über den reinen Diskurs hinaus, bieten die Workshops die Möglichkeit, sich mit praktischen Aspekten der wissenschaftlichen Forschung vertraut zu machen, etwa mit der Anfertigung und Präsentation von Forschungsarbeiten, Fundraising etc.
Die Teilnehmer können ein Forum erwarten, in dem sie ihre Arbeiten präsentieren, Kontakte zu anderen Studenten, renommierten Professoren und Wissenschaftlern knüpfen. Über die rein fachlichen Enklaven hinausgehend, können sie sich mit Themen auseinandersetzen, die in der alltäglichen Forschungsarbeit meist zu kurz kommen.
Organisationsteam Das Organisationsteam der 16th ESC |
| Die Konferenz findet statt vom 19.-23. Oktober in Berlin Mitte. Bewerbungen für die aktive Teilnahme werden bis zum 1. Juli angenommen!
Ort: Campus Charité Mitte
Kontakt/Infos:
16th ESC/Charité
Schumannstr.20/21
10098 Berlin, Germany
Tel.: +49.30.450.576.040
Fax: +49.30.450.576.935
Email: (siehe Weiterführende Links)
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Jan-Henrik Konitzki, Mitglied des Organisationsteam der 16th ESC
K., J.
Berlin, Juni 2005 |